Obwohl sich diese Strecke in Niederösterreich befindet, zählen wir
sie zu Wien dazu, denn von einer "Tour" kann man hier nicht sprechen. Die Strecke
ist gut dazu geeignet, nach der Arbeit "noch eine Runde zu drehen".
Wir
starten von Simmering aus. Hinter der Ladezone der Hafenanlage befindet sich der
"Friedhof der Namenlosen",
dessen Besuch sich lohnt.
Gemütlich zuckeln wir weiter durch Mannswörth, in der es eine interessante
Rechtskurve mit Kanaldeckeln gibt (versuche, ihnen auszuweichen!), bis zur B9,
wo man sich nach der geregelten Kreuzung trotz der schönen Straße an
die 70-km/h-Beschränkung halten sollte. In Fischamend biegt man an der beampelten
Kreuzung nach dem Turm rechts ab. Ein paar hundert Meter geht es noch durch die
Ortschaft - Tempo 50 km/h! Versuche dieses konstant zu halten, das ist auf der
langen Geraden gar nicht so einfach.
Wer sie nicht kennt, sollte sie das erste Mal vorsichtig angehen. Nach Fischamend
zwei rechts-links-Kombinationen, schöne Kurven, um die ideale Spur zu trainieren.
Außer zum "Gehirn auslüften" sind die Straßen der Rauchenwarther
Platte gut geeignet, um den Fahrstil zu perfektionieren. In Enzersdorf biegt man
nach rechts Richtung Kleinneusiedl ab, nach dem Ortsende nach links Richtung Ebergassing.
Hier lauern 2 Schienenpaare hintereinander - das erste gleich in der Kurve der
Kreuzung. Jedes führt in einem anderen Winkel über die Straße.
Nach Enzersdorf sollte man eine kleine Pause einlegen und in die Luft schauen.
Steht der Wind günstig, kann man fliegende Flugzeuge ganz aus der Nähe
betrachten, denn gleich neben der Straße beginnt eine der Landebahnen des
Schwechater Flughafens.
Nun wechseln sich kleine, kurvenreiche Ortschaften mit längeren oder kürzeren
Geraden ab, wo man - wenn auch nur kurz - ausprobieren kann, ob der Gasgriff noch
funktioniert.
In Ebergassing an der Stop-Tafel rechts. Nach Ortsende beginnt die breit ausgebaute
B15, die man zügig hinter sich bringen kann. An windigen Tagen gilt es dort,
mit den Böen fertig zu werden, die über die Ebene fegen.
In Himberg gehts knapp vor dem Bahnübergang dem Schild "Umfahrungsstraße"
nach, rechts hinein ins Industriegebiet. An Wochenenden und am späteren Nachmittag
ist dort überhaupt nichts los. Die breiten Fahrbahnflächen eignen sich
bestens für Bremsproben und zum Üben von Ausweichmanövern.
Über Zwölfaxing gelangt man zurück nach Schwechat und Wien.
So banal die Strecke auf der Landkarte anzusehen ist, so abwechslungsreich und
interessant ist sie, wenn man die richtige Einstellung mitbringt und an der Fahrtechnik
feilen will. Für Anfänger und Perfektionisten sind dazu die paar Kilometer
bestens geeignet, da das Verkehrsaufkommen sehr gering ist.
Unser Tipp: Suche dir in deiner Umgebung eine "kleine Runde", die du
immer wieder fährst, wenn du ein Stündchen Zeit hast. Versuche, alle
Verkehrsvorschriften (speziell Tempolimits) einzuhalten, keinen Kanaldeckel zu
überfahren, Bodenmarkierungen (wie Zebrastreifen oder Pfeile) möglichst
nicht zu berühren und Kurven in der Ideallinie zu durchfahren. Zähle
die Fehler, die du machst. Du wirst dich wundern, wie viele das sind!!!

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