Wir verfolgen die S3 Richtung Krems, lassen die erste Abfahrt
nach Horn rechts liegen und biegen erst später in Altenwörth Richtung
Langenlois
auf die B34ab. An dem Ort vobei geht es ins Kamptal, eine kurvenreiche Strecke
in wunderschöner Landschaft. Höchste Prominenz im Kamptal erlangten
Gesundheitspapst Willi Dungl und Räuberhauptmann Grasel, der vor 200 Jahren
die Geldbeutel der Reichen massierte. Beiden begegneten wir nicht.
Schönberg
am Kamp, Gars am Kamp.
6
km vor Horn gelangt man nach Rosenburg,
wo die gleichnamige Burg
(Video)
mit dem größten noch erhaltenen Turnierhof Europas einiges zu bieten
hat. Täglich um 11 und 15 Uhr finden Freiflugvorführungen mit Edelfalken,
Adlern und Geiern auf der weiträumigen Aussichtsterrasse statt. Die "Märchenwelt"
erwartet speziell die Kinder und das Burgmuseum mit 2 Dutzend Schauräumen
die historisch Interessierten.
In Horn,
dem wirtschaftlichen Zentrum des Waldviertels, machen wir Mittagspause im Restaurant
Galerie. Leider gibt es die Radlerjause nur unter der Woche, die gebackenen Champignons
sind aus und eine Eiskarte unauffindbar. Wer so etwas noch nie gesehen hat, sollte
ihn sich unbedingt ansehen: den "automatischen Klobrillendesifizierer" im Damenklo!
Den krassen Gegensatz zur modernen Toilettentechnologie bietet das Stadtbild von
Horn mit den Resten der alten Stadtmauer, dem Wachturm, seinen Kirchen und den
hübsch renovierten Häusern am Hauptplatz. Wer sich für Urgeschichte,
Vokskunde und Agrartechnik interessiert, sollte das Höbarth- und Mader-Museum
nicht verpassen.
Die fast gerade B4 von Horn nach Stockerau verführt zum Gas geben. Vorsicht
in den Städten und Dörfern! Dort stehen die wachsamen grauen Kästen
mit ihren blitzenden Augen. Bereits in Mold, 2 km nach Horn, finden wir die ersten.
Über Maissau,
Ziersdorf
und Großweikersdorf
geht es in flottem Tempo retour nach Stockerau und Wien.
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