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Bereits mit 16 Jahren kurvte ich begeistert
auf meinem Mopped durch das Wechselgebiet (Nö), wo die Straßen damals, anfangs
der 70er Jahre des 20. Jhts., noch viel abenteuerlicher waren als heute. Aus meinem
Plan, so schnell als möglich den rosa Schein zu machen und mit mehr PS unter mir
die Gegend unsicher zu machen, wurde nichts, denn ein schwerer Verkehrsunfall
riß mich mit 18 Jahren aus dem 2-Rad-Vergnügen.
Das "A" wollten meine Eltern von da an in meinem Führerschein nicht sehen, also
kam mir zuerst das "B" und in Folge ein 4rädriger Untersatz ins Haus. Viele Jahre
später ließ ich mir behördlich bestätigen, daß ich auch LKWs mit Hänger und Motorräder
chauffieren darf. Brummi hab ich mir keinen zugelegt - aber eine Yamaha XJ 650
(Bj. 1983) als Einstiegsdroge.
Dann kamen die Tage, an denen das Wetter dem Motorradfahrer nicht wohlgesonnen
war und ich mich entscheiden mußte, was ich auf den Weg zur Arbeit mitnahm: Helm
und warme Jacke oder Autoschlüssel. Immer öfter fiel die Wahl auf Helm und Jacke.
Schließlich sah das Auto überhaupt nichts mehr von der Landschaft und ich trennte
mich von dem unsinnigen Steuerfresser.
Im 98er Jahr legte ich mir eine Yamaha FJ 1200 (Bj. 1995) zu. Mit ihr Kilometer
zu fressen, ist eine wahre Freude. Sie ist das ideale Gefährt für weite Touren.
Eines
Tages fiel mir ein Restchen blaue Glitzerfolie in die Hände. Es gingen sich gerade
noch zwei Punkte aus, die ich der FJ vorne neben den Blinkern aufklebte. Das brachte
ihr den Spitznamen "Blauauge" ein.
Mit Motorrädern ist es wie bei uns Menschen - sie werden auch nicht jünger.
Um Blauauge zu schonen, legte ich mir kurz entschlossen eine Honda Pan European
(Bj. 1992) mit 71.000 km zu. Da die Pan jedoch auf eine km-Lebensdauer von 200.000
- 300.000 ausgelegt ist, können wir miteinander noch viele schöne Touren
erleben.
In jungen Jahren wurde ich vom besorgten Vater
immer davon abgehalten, auch nur mit einem Fahrrad die öffentlichen Verkehrswege
zu benutzen. Motorrad? Viiiiiel zu gefährlich!!!
Ostern 1999 lernte ich Rudi und die FJ 1200 kennen. Die erste Fahrt: eine Spritztour
nach Ungarn. Interessant. Weit über 10.000 km trug "Blauauge" Rudi und mich über
den Asphalt. Der Virus sprang über. Einem gemeinsamen Urlaub in Griechenland stand
nichts mehr im Weg. Auf dem Campingplatz in Meteora faßte ich den Plan, selbst
den Gasgriff in die Hand zu nehmen, absolvierte im Herbst 1999 die Fahrpraxis
für den Kleinmotorrad-Zusatz und fand übers Internet meinen Traum-Zweitakter,
eine Yamaha TZR 125 (Bj. 1994).
Die ersten Monate hätte ich sie am liebsten an die Wand geworfen, auf die Straße
gelegt und gewartet, bis der Bus drüberfährt und ihr oft gedroht, sie auf die
Müllhalde zu bringen. Wir haben mehr Zeit damit verschwendet, sie zu zerlegen
und wieder zusammenzubauen als damit zu fahren. Ihre Eskapaden brachten ihr den
Spitznamen "Prinzessin - auf der Erbse" ein. Endlich fand ich jemanden, der mich
in die Haltung und Pflege einer TZR einweihte und ich begann umzudenken: nicht
"Motorrad" sondern "Rennmaschine". Und von da an ging's besser.
Im
Herbst 2000 machte ich den A-Schein und liebäugelte mit einer "richtigen" Maschine.
(Es ist nicht immer einfach, der 1200er nachzujagen, wenn ich manchmal hinter
ihr fahre.) Um die "Kleine" für den Verkauf in Form zu bringen, bekam sie im Frühjahr
2001 ein Service. Danach ging sie so super, daß ich mich entschloß, sie zu behalten.
Und seit ich den A-Schein habe, darf ich mir ihr auch ganz legal das Land verlassen!
Das sie mich auf unserer Griechenland-Reise 2001 so oft im Stich gelassen hat,
wurde sie durch eine Kawasaki GPX 500 R ersetzt. Zu ihr auf den Parkplatz kam
wenige Monate danach eine Honda Deauville, mit der ich bislang sehr zufrieden
bin.
Und was Tatjana sonst noch macht
???
Im August 2001 gründeten
wir die
MFG Wild Whirling Wheels.
Mehr darüber erfährst Du auf
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Kontakt:
Rudi fj1200@gmx.at
Tjaky tjaky@chello.at
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