Igoumenitsa
- Parga
Im Hafen schwenken
wir nach rechts ab und fahren auf der spiegelglatten Bundesstraße
den Schildern Richtung Preveza/Parga nach. Wie rutschig die Fahrbahn
wirklich ist, wird uns wieder einmal bewußt gemacht, als
Rudi rechts ran fährt und sich Tjaky hinter ihm einbremsen
will. Irgendwie tut sich nichts! Drauf auf die Bremse! Die FJ
wird immer größer, und die Kleine schlittert immer
noch mit blockierendem Hinterrad auf sie zu. Im letzten Moment
greift dann doch was und die TZR bleibt kurz vor dem Blinkern
der FJ stehen.
Nicht, daß es sich hier um einen der alten, abgefahrenen
Fahrbahnbeläge gehandelt hätte - die Straße war
gerade neu asphaltiert worden. So wie bei unserer letzten GR-Reise
(Sturz in einer der ersten Kurven) hat uns auch dieses Mal das
Land gleich zu Beginn gezeigt, daß man auch toll aussehenden
Straßen in keinster Weise trauen darf!
Noch vor Einbruch der Dunkelheit treffen wir in Parga ein und
begehen in unserer Unwissenheit den Fehler, in den Ort einzufahren.
Voll bepackt muß Rudi die FJ in einer engen Sackgasse wenden.
Allerdings haben wir so den dem Ortskern am nächsten liegenden
Camping-Platz entdeckt:
Der
terrassenartig angelegte Platz ist über seine gesamte Fläche
mit schönen, alten Olivenbäumen bewachsen. In ihnen
leben Eidechsen, viele Vögel und - sehr praktisch, da man
nicht aufzupassen braucht in einen ihrer Bauten zu treten - die
Ameisen, die es hier von XSmall bis XLarge gibt. In einem der
Bäume klopfte tagelang ein Specht. Tagsüber sind die
Äste von Spatzen und Meisen bevölkert. Nachts hört
man andere Vogelschreie. Man sollte auch damit rechnen, einer
Fledermaus zu begegnen, die hier während der Vor- und Nachsaison
in den Baumlöchern wohnen sollen - wir sind leider keiner
begegnet.
Man muß sich nicht unbedingt ein Zelt oder einen Wohnwagen
mitnehmen, sondern kann auch in einem der kleinen Häuschen,
die mit Pritschen ausgestattet sind, wohnen.
Zur
nächsten Meeresbucht sind es ca. 400 m - so das Schild ...
nachgemessen haben wir es nicht.
Parga-Camping ist ganzjährig geöffnet und betreibt Duschen
mit warmem Wasser rund um die Uhr. Da es mehrere WC-Häuser
gibt, braucht niemand weit zum Örtchen zu laufen.
(2 Personen, 2 Motorräder + 1 Zelt = 4.000,- GRD p. T. in
der Nachsaison.)
Unter alten, schattenspendenden Olivenbäumen schlagen wir
unser Zelt auf und begeben uns zu Fuß in das gleich an den
Campingplatz anschließende Städtchen.
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