Kleine
Tour mit Naturpark
Von Parga fahren
wir über Anthousia Richtung Perdika. Die Straße ist - wie die gesamte
Strecke - kurvenreich und steinschlaggefährdet.
Wir
wollen zum Naturpark. Ca. 5 km vor Perdika steht rechts am Straßenrand ein
großes Schild, auf dem unten, ganz klein, "Rest Park" steht. Dort
müssen wir links über eine scharfe, etwas nach außen hängende
Kurve abbiegen. Das einspurige, passabel betonierte Wegerl windet sich durch die
Landschaft. Links taucht nach einiger Zeit eine weiße Kirche auf, rechts
ein Wiesen/Schotterplatz, der mit "Parking" bezeichnet ist. Da der Eingang
zum Naturpark weiter hinten im Olivenhain liegt, übersehen wir ihn und fahren
weiter. Die Straße wird enger. Unsere Angst, dass sie als Schotterwegerl
endet, ist unbegründet. So (ver)fahren (wir) uns eine zeitlang plan- und
ziellos durch die wunderschöne und abwechslungsreiche Landschaft, bis die
in keiner unserer Karten eingezeichnete Straße vor dem Hotel Regina Mare
endet, wo wir kehrt machen und beschließen, den selben Weg zurückzufahren.
Irgendwo
machen wir eine Zigarettenpause am Straßenrand neben einer schattigen Hecke.
Gegenüber streicht ein Mann das Gartentor seines neuen Gästehauses.
Er erklärt uns in bestem Deutsch, dass der Eingang zum Naturpark bei der
weißen Kriche wäre. In der Gegend gibt es viele neue Villen, die auf
Urlauber warten. In aboluter Einöde, keine Stadt, kein Internet, keine Bars,
kein Minimarket - Erholung pur bei Karten- oder Würfelspiel.
Tatsächlich entdecken wir dann den Eingang zum Naturpark in der Nähe
der weißen Kirche. Doch es ist entgegen den angeschriebenen Öffnungszeiten
geschlossen. Macht nichts. Später erfahren wir über die Präfektur
von Perdika, dass er in den touristenarmen Zeiträumen nur Sonntags von 8:30
- 14 Uhr geöffnet hat. - Also vorher anrufen und erkundigen, falls ihr vor
habt, den Park zu besuchen. (Mehr darüber auf www.parga-reisen.at/umgebung/naturpark.php)
Also:
Zuerst die Kirche ...
hier
geradeaus weiter ...
dann kommt man zum Eingangsportal ...
Wir fahren weiter
Richtung Perdika, lassen jedoch den Ort rechts liegen, biegen Richtung Sivota
links ab. Eigentlich wollten wir in Sivota Mittagspause machen, doch hier wird
mit riesem Aufwand die Hauptstraße neu geteert. Der intensive Geruch, die
Rauchschwaden und der Staub lassen uns nicht links zum Meer abbiegen, sondern
gleich halbrechts weiter hinauf Richtung Igoumenitsa weiterfahren.
Unterwegs
treffen wir eine hübsche Schlange auf der Fahrbahn, ca. 50 cm lang, die es
jedoch nicht schafft, unbeschädigt den gegenüberliegenden Fahrbahnrand
zu erreichen. Wir haben gehört, dass man durch Trampeln Schlangen verjagen
kann. Also versuche ich, sie damit zum Weiterkriechen zu bewegen, doch das hübsche
Tier zeigt sich davon völlig unbeeindruckt. Es will lieber an ungünstiger
Stelle die Wärme der Fahrbahn von unten und die Sonne von oben genießen.
So bleibt es nicht aus, dass ihr ein PKW über den Schwanz fährt (sofern
man bei einer Schlange von einem Schwanz sprechen kann), was das Tier zwar nicht
umbringt, aber doch mächtig in der Motorik stört.
Da wir weiter nichts für sie tun können, fahren wir weiter, bis wir
auf die E55 stoßen, die von Igoumenitsa nach Preveza führt. Hier biegen
wir rechts ab, gönnen uns in einer Bar bei einer Tankstelle noch ein Fanta
Zitrone + einen Café Frappé (zusammen 2,50 Euro), um dann zurück
nach Parga zu fahren.



Trotz verfahren
eine schöne, kleine 85-km-Tour, von Parga bis Plataria über kurvenreiche,
landschaftlich sehr schöne Straßen, bei der sich anbietet, in Plataria
zu wenden, um ihre Windungen in die andere Richtung zurück zu genießen.
Und den Naturpark schauen wir uns ein andermal an ...
Alle Texte und Fotos, wenn nicht anders angegeben, © Tatjana Suchovsky und Rudi Benesch.
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