Auf der Landkarte
sieht alles ganz einfach aus. Die Realität ist anders ... wir sind in Griechenland!
Auf der Autobahn müssen wir die erste Abfahrt nach der Mautstellenausfahrt
abfahren. Als wir uns bereits auf der linksseitigen Ausfahrt befinden, sehen wir,
dass direkt gegenüber rechts die Abfahrt nach Thiva abgeht. Wir landen auf
einer neuen Autobahn, die nach Larissa führt und noch nicht auf unserer Karte
eingezeichnet ist, dürften 1,- Euro Maut zahlen, erkundigen uns an der gleich
nach der Mautstelle befindlichen Tankstelle, ob es da noch eine Abzweigung nach
Thiva gibt ... nein, wir müssen unter der Autobahn durchfahren, zurück
und dann die zweite Abfahrt raus.
Wir
tun, was uns geraten wird. Wieder in der richtigen Richtung erkennen wir Polizei
am Pannenstreifen und bremsen uns sanft ein. Tjaky und Rudi dürfen mit den
Motorrädern passieren, Herbert mit dem PKW winken sie raus. Wir halten ebenfalls
am Pannenstreifen und warten auf Herbert. Die Herren von der Exekutive wollen
nur wissen, woher er kommt, schauen sich den Opel Kalibra an und kombinieren schlau,
dass wir zusammengehören. Als Herbert bejaht, darf er weiterfahren.
Also ... zweite Ausfahrt raus - Thiva ist angeschrieben - paßt! Bald stellen
wir fest, dass die Strecke von zahlreichen LKWs benutzt wird, die erst einmal
aufgrund des starken Gegenverkehrs schwer zu überholen sind. Später
gibt es Kriechspuren, da geht es leichter.
Grundsätzlich ist die Straße gut im Asphalt, nur an einigen Stellen
hat man die "bösen Überraschungen" (Waschbrettbelag) gelassen,
damit die Fahrer daran erinnert werden, prinzipiell langsam zu fahren.
Über
eine schön ausgebaute Straße geht es hinauf auf den Mt. Pastra und
auf der anderen Seite in großzügigen Kurven wieder hinunter. Man hat
einen herrlichen Blick über die weite Ebene, deren bunte Felder irgendwie
an ein Tal in Österreich oder Deutschland erinnern.
Am Ortseingang von Thiva halten wir uns links und folgen der Straße, die
nach Livadia führt. Auf der sehr geradlinig geführten Route können
wir ausprobieren, ob unsere Gasgriffe noch funktionieren. Nach Livadia dürfen
wir nicht hinein, brauchen wir auch nicht, die Umfahrung nach Delphi ist gut ausgeschildert.
An einer der zahlreichen Tankstellen befüllen wir unsere Fahrzeuge, um zügig
bis Itea durchfahren zu können.
Eine
gute Entscheidung, denn über dem Mt. Parnassos hängen tiefdunkle Wolken.
Nach Livadia wird die weiterhin gut ausgebaute Straße wieder kurviger -
und ein paar Regentropfen landen auf unseren Helmen. Also runter vom Tempo und
vorsichtig weitergefahren. Doch der Wettergott meint es gut mit uns und läßt
es weiter oberhalb der Straße abregnen. Wir kommen gut durch.
Einen der Parkplätze vor Arachova sollte man nützen, wenn man gute Fotos
machen will. Der hübsche Ort ist einspurig geführt, eng, aber passabel
zu durchfahren. Es locken viele Geschäfte und Lokale zum Pausieren, doch
wir wollen die paar Kilometer nach Itea schnell hinter uns bringen - wir müssen
ja noch einen Campingplatz für unser Nachtlager suchen.
Die
breiten Serpentinen bergab machen Spaß! Dann geht es wieder hinauf nach
Delfi. Als sich die Fahrbahn spontan verengt, erkennen wir bereits die Ausgabungen
wieder, die wir 2002 besucht haben.
Zuerst enger, später breiter geht es kurvig und gut beschildert nach Itea
runter.
Wir wollen zum Camping Kaparelis. Nach Itea, Richtung Desfina, durch Kira und
300 m später sollte er sein. Wir entdecken nur etwas, was wie ein geschlossener
Campingplatz aussieht. Am nächsten Parkplatz hält unsere kleine Kolonne
und Tjaky macht sich zu Fuß auf die Suche.
In der Nachmittagshitze entdeckt sie nach 100 m den Camping Ayannis. Laut "CampINgreece
2003" sollte es zu diesem über einen "Feldweg" gehen, "der
parallel zum Meer verläuft und nach 350 m vor die Einfahrt des Campingplatzes
führt". Große - positive - Überraschung: Die Zufahrt ist
betoniert, der Hauptweg auch. Sie erfährt, dass es der einzige Campingplatz
in der näheren Umgebung von Itea ist, die anderen beiden sind geschlossen.
Also fällt die Auswahl nicht schwer.
Zurück zum Parkplatz und aufgefahren.
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