Wenn einer eine Reise tut …

Verstärkt fällt uns die Unzufriedenheit von Reisenden auf. Es scheint immer mehr in Mode zu kommen, nicht von den schönen Dingen zu erzählen, die man gesehen und erlebt hat, sondern den Unzulänglichkeiten der bereisten Gebiete und Orte. Fragt man einen: "Und, wie ist es dort?", bekommt man sogleich alles erzählt, was nicht gefallen hat: vom geschlossenen Campingplatz, dass kein Service geboten wurde, dass da zu wenig los wäre und dort zu viel, dass die Preise so hoch wären, und und und.
Man scheint sich schier überbieten zu wollen mit all dem Unbehaglichen, das man entdeckt und erlitten habe und uns kommt es vor, als würde man uns hinter unseren Rücken für verrückt erklären, wenn wir erzählen, dass wir bereits das fünfte mal hierher kämen, uns hier pudelwohl fühlen und voll zufrieden sind.

Hat es sich völlig aufgehört, die Schönheiten eines Landes zu entdecken? Warum kommen jene Meisternörgler überhaupt hierher - und das schon seit Jahren! - wenn ihnen hier überhaupt nichts zuzusagen scheint, nur um enttäuscht weiterzuziehen und die üble Kunde im Land und in der Heimat zu verbreiten?

Mit ihren Wünschen, das fremde Land so zu erleben, wie man es von zu Hause her gewohnt ist, zwingt der Tourist dem Gastgeber ein Serviceverhalten auf, welches diesem fremd ist.
Die Tavernen, in denen man in die Küche zum Topferl-Gucken geladen wird, findet man immer seltener. Mehrsprachige Speisekarten ersetzten den stets interessanten und informativen Spaziergang zu den Kochtöpfen und Pfannen.
Die traditionelle griechische Art, alles was bestellt wurde in die Mitte des Tisches zu stellen und jeder in der Runde möge sich bedienen, ist verschwunden und wurde durch die bei uns übliche Reihenfolge Vor-, Haupt- und Nachspeise ersetzt.
Zu jedem touristischen Wohntempel muss ein Swimming-Pool dazugequetscht werden, egal, ob dafür der alte Öl- oder Zitronenbaum umgeholzt und der gemütliche Grillplatz weichen muss.

Und so findet der Tourist weder das eine noch das andere. Weder die ursprüngliche Gastfreundlichkeit, noch die traditionell fundierten Serviceleistungen unserer Breiten. Und überhaupt: dass sich in einer natürlich gewachsenen Hotelumgebung kleine Krabbeltiere bewegen, ist die pure Frechheit der Natur!

 


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Wir hoffen, euch damit bei eurer Reiseplanung helfen zu können. Solltet ihr Fragen zu den von uns bereisten Gebieten haben, schickt uns einfach ein Mail.


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Alle Texte und Fotos, wenn nicht anders angegeben, © Tatjana Suchovsky und Rudi Benesch.



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von den Betreibern der Bikerwelt, Tjaky und Rudi
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