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Im
Gegensatz zu anderen modernen Motorrädern ist die Deauville nicht mit Elektronik
oder Computerelementen gespickt: kein Display, sondern Armaturen mit Zeigern und
Lämpchen.
Sie ist als Reisemotorrad konzipiert und als solches ausbaubar. Die integrierten
Seitenkoffer sind groß genug, um die diversen Dinge aufzunehmen, die man
auf einer Tour gerne mit sich führt. Es gäbe noch breitere Seitenkoffer
als Zubehör, allerdings ist damit ein Durchschummeln zwischen den Kolonnen
fast zum Vergessen.
Starke Böen machen ihr überhaupt nichts aus, hinter dem kleinen Windshield
sitzt man aber voll im Zug. Also bekam sie das große von Honda, zu dessen
Einbau man sich etwas Zeit nehmen muß. Die Investition lohnt sich. Wind
und lästige Insekten hält das hohe Plastik gut ab. Nachteil: Im Hochsommer
fehlt angenehm kühler Luftzug komplett und ein schnelles Wechseln des Windshields
ist, da dabei ein Teil auch geklebt wird, leider nicht möglich.

Zuerst ließ sich der Top-Case-Träger nicht wackelfrei montieren. Erst
je eine zusätzliche Beilagscheibe an den vier Montagepunkten schuf zusammen
mit der Dreierkombination (Plastik-, Gummi-, Metallscheibe) fixen Halt. Mit ihrem
Top-Case und dem hohen Windshield ist sie nun reif für längere Fahrten.
Für meine Größe von 1,67 m war sie mir anfangs etwas zu hoch -
ich kam nur mit den Zehenspitzen auf den Boden. Also ließ ich mir eine zusätzliche
Sohle von 5 mm auf die Stiefel machen und den Sattel um 2,5 cm tiefer ausschneiden,
so ersparte ich mir, die Deauville tiefer legen zu lassen. Später entdeckte
ich dann die "Daytona Lady Star GTX" mit eingebauter 2,5 cm-Sohle (auch
für Männer geeignet). Mit diesen Stiefeln habe ich nun festen Stand.
Das edle silber-metalisee ist eine praktische Farbe. Einerseits stechen Kratzer
nicht so heraus, da das Radl weiß grundiert ist, außerdem sieht man
den Schmutz nicht so stark.
Gemütlich auch die Sitzposition, in der man hunderte km verbringen kann,
ohne daß einem etwas weh tut oder verspannt. Kleines Manko: Die vorderen
Fußrasten sind so angebracht, daß man eigentlich neben ihnen die Beine
auf den Boden stellen müßte. Da meine Beine nicht so lang sind, muß
ich sie vor den Fußrasten abstellen und die Rasten dann ein bißchen
zurückschieben (= etwas gewöhnungsbedürftig).
Für ein Leichtgewicht wie mich (50 kg ohne Lederkluft) ist die Deauville
sogar mit Gepäck ein braves Tourenradl. Mit einem beleibtereren Fahrer +
fülligerer Sozia + viel Gepäck tut sie sich allerdings aufgrund ihrer
650 Cubik schon schwer.
| Motor |
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| Bauart |
Flüssigkeitsgekühlter 52°-V2-Viertaktmotor mit Katalysator |
| Bohrung x Hub in mm/ Hubraum in cm³ |
79 x 66 / 647 |
| Verdichtung |
9,2 : 1 |
| Gemischaufbereitung |
2 x 36-mm-Gleichdruck |
Max. Leistung,
kW (PS) bei min -1,
gemessen nach 95 / 1 / EC |
41 (56) / 7750, umbaubar auf 25 (34) / 7000 |
| Max. Drehmoment, Nm bei min -1 |
55 / 6250 (51 / 3250) |
| Leistungsumrüstung |
Ansaugstutzen |
| Abgasverhalten |
Euro 2 / U-Kat |
| Zündung |
Transistorzünding |
| Starter |
Elektrostarter |
| Kraftübertragung |
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| Getriebe |
5-Gang |
| Endantrieb |
Kardanantrieb |
| Abmessungen |
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| Länge |
221, 5 cm |
| Breite |
78 cm |
| Höhe |
126 cm |
| Radstand |
147,5 cm |
| Sitzhöhe |
81,4 cm |
| Bodenfreiheit |
14,4 cm |
| Tankinhalt |
19 Liter |
| Sitzplätze |
2 |
| Fahrwerk |
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| Felge vorn |
17 x MT3.50 |
| Felge hinten |
17 x MT4.50 |
| Bereifung vorn |
120 / 70-17 |
| Bereifung hinten |
150/70-17 |
| Radaufhängung vorn |
41-mm-Teleskopgabel |
| Radaufhängung hinten |
Schwinge Zentralfederbein |
| Federweg vorn / hinten |
115 / 120 mm |
| Bremsanlage |
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| Bremse vorn |
2 x 296-mm-Scheibe Dreikolben, CBS Schwimmsattel |
| Bremse hinten |
276-mm-Scheibe Zweikolben, CBS Schwimmsattel |
| Gewichte |
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| Trockengewicht |
228 kg |
| Eigengewicht |
248 kg |
| Zul. Gesamtgewicht |
440 kg |
| Max. Zuladung |
192 kg |
| Höchstgeschwindigkeit |
184 / 152 km/h |
Keine Gewähr für die Richtigkeit
der technischen Daten.
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