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Im Frühjahr 2006 hat Rudi beschlossen in Zukunft mit einem
Campingbus, in dem auch die Motorräder transportiert werden können,
Urlaub zu machen.
Keine Rücksicht mehr nehmen bei Regen, immer im Trockenen und auf keine Zeltwände
mehr aufpassen.
Nach langem suchen wurde ein gebrauchter VW LT35 TDI gekauft. Sehr lang und hoch,
Stehhöhe sollte er schon haben.
Im Laderaum an den Wänden und der Decke wird Isoliermaterial gegen die Wärme
von außen angebracht.
Solaranlage (durch die Fa. Syrovatka)
und eine zweite riesige Versorgungsbatterie wird eingebaut, ein Spannungswandler
(12V auf 240V) angeschlossen um auch kleine Elektrogeräte zu betreiben. Die
Bodenplatte wird abgeschmirgelt, mit Rostschutz behandelt und 2 mal gestrichen.
Dann wird der Boden mit Styrodur (hartes Styropor) ausgelegt und darüber
der Holzfußboden gelegt. Noch eine Schicht Gummibodenbelag auf die Stelle
wo die Motorräder abgestellt werden und die restliche Fläche mit Bodenbelag
ausgelegt.
Von Bruno Siegl wurde dann
eine ausklappbare Rampe, Ösen zur Befestigung der Motorräder und ein
seitliches kleines Fenster eingebaut, das Trennrelais und die 2. Batterie angeschlossen.
Dann baut Rudi den Schrank. Nachdem er fertig war, wurde dieser sehr bald wieder
umgebaut da die Schiebetüren doch nicht so recht der Vorstellung entsprachen
und ganz normale Türen in den Kasten eingebaut.
Mit aufklappbaren Lattenroste sollte das Doppelbett entstehen. Da aber auch das
nicht so ganz platzsparend war, wird ein Rollattenrost zum auflegen angeschafft.
Was noch fehlt ist das Wasser!
Ein kleines "Wasserkasterl" muß her. Mit 15 l Frischwasserkanister
und 15 l Abwasser, elektrischer Wasserpumpe, elektrischem Wasserhahn, Wasserbecken
und ein Campinggaskocher um der jährlichen Gasprüfung für Italien
zu entgehen. Möglichst nahe beim Fenster soll es sein damit es auch hell
ist!
Jetzt fehlt noch die Aussenlackierung.
Es soll ja nicht sehr ins Geld gehen und daher bei Schönwetter nach abschmirgeln
die weiße Farbe mit Schaumgummiroller aufgetragen.
Da aber auch der Benzin in den Tanks der Motorräder stark gast, braucht man
noch Ventilatoren. Diese wurden aus Zeitmangel bei der Fa.
Syrovatka in Schwechat eingebaut. Ein Solarlüfter und ein elektrischer,
damit wird die Luft hoffentlich zu atmen sein.
Und nun zur Beschriftung!
In mühevoller Kleinarbeit wurden von Tjaky Bikerweltlogos angefertigt, die
FJ aufgemalt und die Buchstaben aufgeklebt.
Jetzt sieht man wer da kommt!
Nach meiner ersten Reise mit Pepi im Frühjahr 2007 nach Griechenland,
auf der ich alleine unterwegs war, zog ich folgendes Resümee:
Die langwierige Arbeit hat sich gelohnt, ich bin sehr zufrieden.
Dank der Solaranlage habe ich immer eine volle Zusatzbatterie aus der ich mir
die 12 Volt für den Spannungswandler hole, dieser macht mir dann 220 - 240
Volt, welche ich für den Laptop und den Fotoapparat nutze.
Auch die Isolation hat sich bestens bewährt, bis jetzt war es noch nicht
zu heiß im Innenraum und die Sonne brennt auch im Juni schon vom Himmel!
Zum Putzen des Solarpaneels hat sich die mitgeführte Leiter, ein langstieliger
Bartwisch, ein Tuch und Fensterputzmittel sehr bewährt.
Der Innenraum ist trotz dem sehr großen Bett sehr geräumig ausgefallen
und man kann drinnen sitzen, in die Tastatur klopfen und daneben noch einen Kaffee
kochen ohne sich zu verbrennen.
Die Lüftung erfolgt bei Schönwetter durch die ständig offene Eingangstür,
einem Solarlüfter im Heck, der auch währen der Fahrt läuft, und
die Benzindämpfe absaugen soll, die sich durch die Motorräder bilden
könnten. Ist aber bis jetzt noch nicht passiert! Zusätzlich gibt's ein
Ausstellfenster gegenüber der Schiebetüre (25 x 40 cm), welches auf
dem Stellplatz ständig einen Spalt offen ist. Ein zweiter elektrischer Ventilator
soll im Falle eines trüben Tages oder bei Regen die Luftzirkulation aufrecht
erhalten.
Ein Eiskasten würde zuviel Platz brauchen, daher tut es die 12 V Kühltasche
auch gut. Bis jetzt bleibt es im Innenraum der Kühltasche auch ohne Strombetrieb
kühl genug für frische Milch und harte Butter.
Der Schrank ist zwar nur 35 cm tief, aber dank der Höhe von 1,7 m und der
Breite von 1,4 m und 1,3 m sehr geräumig.
Das mitgeführte Klosett ist auch nicht zu verachten!
Auf der zweite Reise im Herbst 2007, wiederum nach Griechenland, waren wir zu
zweit unterwegs.
Pepi transportierte in seinem Bauch einen Honda Lead und eine Honda CB 250,
die für die Fahrten in die 2 km vom Campingplatz sowie unsere kleinen Ausflüge
durchaus ausreichten.
Die Schlaffläche am Boden zwischen den Motorrädern und der Trennwand
vom Führerhaus, die ja noch durch den "Wandverbau" reduziert wurde,
erwies sich für zwei Personen zum Schlafen jedoch als zu klein. Also baute
ich bereits in Griechenland um, entfernte den Unterbau vom Waschbecken und versetzte
das Waschbecken um 20 cm in Richtung Heck, wodurch auch die zweite Person die
Beine komplett ausstrecken konnte und das Problem behoben war.
| Motor |
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| Bauart |
Flüssigkeitsgekühlter Fünfzylinder-Viertakt Turbo-Dieselmotor
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| Bohrung x Hub / Hubraum |
81,0 x 95,5 mm / 2459 cm³ |
| Verdichtung |
19,5 |
| Max. Leistung |
75 kW (102 PS) |
| Max. Drehmoment |
250 Nm bei 1.900 - 2.300/min |
| Starter |
Elektrostarter |
| Kraftübertragung |
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| Getriebe |
5 Vor- 1 Rückwärtsgang |
| Endantrieb |
Kardanantrieb |
| Abmessungen |
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| Länge |
653,5 cm |
| Breite |
193,3 cm |
| Höhe |
257,0 cm |
| Radstand |
4025 cm |
| Sitzhöhe |
110,0 cm |
| Bodenfreiheit |
18,5 - 21 cm |
| Tankinhalt |
75 Liter |
| Sitzplätze |
3 |
| Fahrwerk |
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| Felgen |
Metallfelgen |
| Bereifung vorn |
225/70 R 15 C 110 R |
| Bereifung hinten |
225/70 R 15 C 110 R |
| Bremsanlage |
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| Bremse vorn |
Scheibenbremsen/ABS |
| Bremse hinten |
Scheibenbremsen/ABS |
| Gewichte |
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| Eigengewicht |
2055 kg |
| Nutzlast |
995 kg |
| Zul. Gesamtgewicht |
3125 kg |
| Stützlast |
100 kg |
| Anhängelast |
gebremst 2000 kg / ungebremst 750 kg |
| Höchstgeschwindigkeit |
130 km/h |
Keine Gewähr für die Richtigkeit
der technischen Daten.
Die Entstehungsgeschichte in Bildern


Rudi´s 1. Griechenlandurlaub
mit dem Bus
Mit
2 kleinen Radln nach Griechenland
In den Osterfeiertagen 2008 haben wir mit der Innenverkleidung
der isolierten Wände begonnen und es ist mehr daraus geworden als erwartet!

Anfang April ist auch ein zweites, aber größeres Schiebefenster
auf der gegenüber liegenden Seite dazugekommen damit mehr Licht im Wageninneren
zur Verfügung steht.
 
Zwei Wochen danach geht es um einen Klapptisch und eine in sich
klappbare und zu entfernende Bank.

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