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Diese
Tour fuhren Roman + Freunde vom BBC Seekirchen
Seekirchen - Bad Reichenhall - Inzell
- Reit im Winkl - Kössen/Tirol - Oberaudorf - Bayrischzell - Geitau - Gmund
- Achenpaß - Wiesing - Brixlegg - Wörgl - Kufstein - Ebbs - Bernau
- Aschau - Bernau am Chiemsee - Grassau - Traunstein - Teisendorf - Freilassing
- Seekirchen
ca. 380 km
Wälder, Seen, Kurven und ein ganzes Stück Bayern.
Gefahren: September 2000
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Dem Wetterpapst vertrauend, der ein sommerliches Wochenende versprach, trafen
sich 6 Biker des BBC am Samstag gegen 10 Uhr wieder vor der Bosna-Stub`n in Seekirchen,
um eine Tour zu starten. Eigentlich war nichts besonderes geplant, deshalb gab
es kein Briefing. Aber der Pan-Franz hat noch nie den Tegernsee gesehen, hat er
gesagt. Da hat es bei mir gefunkt, da hab ich doch von bayrischen Bikern von der
schönsten Motorradstrecke im südbayrischen Raum erfahren, die könnten wir uns
ja anschauen.
Darauf
fuhren wir über Bad Reichenhall entlang des Thumsees in Richtung Inzell. Auf der
Deutschen Alpenstraße (B305) ging es dann entlang saftiger Weiden und durch prächtige
Wälder nach Reit im Winkl. In diesem kleinen Luftkurort (Kriegergedächtniskapelle)
- im südbayrischem Lederhosenstil gebaut - konnte man nur mehr im Schrittempo
vorankommen, da sich Scharen von Touristen, Autos und Bussen durch den Ort wälzten.
Kurz danach erreichten wir wieder Österreich und über die B 172 bikten wir nach
Kössen
in Tirol. Entlang der Route gab es eine Fülle von landschaftlichen Höhepunkten.
Tiefgrünes Weideland, dunkle Nadelwälder glasklare Bäche säumten unseren Weg.
Anschließend fuhren wir entlang des Walchsees bis zur Innbrücke nach Oberaudorf
in Bayern. Nicht zu übersehen war da eine große Tafel die auf die beiden wunderbaren
Motorradstrecken - auf die Tatzelwurmstraße und auf das Sudelfeld - hinwiesen.
Stetig
links-rechtsschwingend ging es dann auf der Tatzelwurmstraße nach oben. Vonwegen
Reifen planmäßig abfahren, das lag nicht drinnen! Teilweise die Fußraster nur
mehr Millimeter vom Boden entfernt schraubten wir uns nach oben. Ab Schweinsteig
begann dann das Sudelfeld. Diese prächtig ausgebaute Bergstraße ließ unser Bikerherz
erst so richtig aufflammen. Mit einem lockeren Dreh am rechten Lenkerende glitten
wir zügig durch die scheinbar nicht endenden Kurven.
War der vorherige Anstieg schon ein Erlebnis, so überraschte uns die Kurvenorgie
über das Sudelfeld umso mehr. Dazu kam noch der Duft von frischem Heu und die
klare Bergluft, die am Helm vorbeistrich. Nach der - wie bei einem Tanz schwingenden
- Talfahrt erreichten wir Bayrischzell.
Eingebettet zwischen dem Wendelstein (Seilbahn auf den Wendelstein 1883m) und
dem gegenüberliegenden Gebirgszug der Rot-Wand liegt dieser malerische Ort an
der B307. Jetzt wurde es auch Zeit, etwas zu sich zu nehmen und in der kleinen
Ortschaft Geitau legten wir eine Rast ein.
Wolfgang hat übrigens - höchstwahrscheinlich durch zuviel Bodenkratzen - den Gummi
seines Fußrasters verloren und nach längerem Suchen Gott sei Dank wieder gefunden.
Gestärkt und die Kehle geschmiert stiegen wir auf unsere Bikes und ab ging es
in Richtung Schliersee (Biersee, so groß wie da...), auf der Deutschen Alpenstraße
nach Gmund, dem nördlichsten Ort am Tegernsee. Ein Tankstop war angesagt, wobei
mir der etwas verwirrte Tankwart für meine Kawa EN 500 nicht weniger als 47 Liter
Sprit berechnen wollte ...
Das herrliche Wetter trieb nicht nur viele Biker sondern auch viele Ausflügler
auf diese Straße, so daß man teilweise nur im Stop & Go - Verkehr entlang des
Tegernsees weiter kam. Endlich das Ende des Sees erreicht, konnten wir wieder
am Gashebel drehen und über den Achenpaß wieder in Österreich einreisen.
Nun ging es entlang des tiefblauen Achensees - kurz ein Stop um einige Fotos zu
schießen und Po auszulüften - und anschließend talwärts nach Wiesing. Genußvoll
lassen wir die wunderbare Bergwelt des Karwendelgebirges an uns vorbeiziehen.
Nun wurde auf die B 181 in Richtung Brixlegg
- Wörgl - nach Kufstein
eingebogen.
Der Franzi wollte nun schnell nach Hause und er machte schon Anzeichen, sich auf
die Autobahn zu schmeißen, aber nichts da, ich kenne da noch eine schöne Strecke
zum Chiemsee.
Über Ebbs, auf der B 175 nach Bernau. Bei der Kreuzung nach Ebbs erreichten wir
die B172, die wir nur ganz kurz befuhren, denn nach ca. 1 km mußten wir nach links
abbiegen. Sofort begannen dort die Serpentinen, auf denen wir uns nach oben schraubten.
(Aussage von Martin und Hermann: "I kenn mi nimma aus, wann i eich verlier, find
i nimma hoam!")
Bei
Aschach wurde es schon wider bayrisch, wir durchquerten das Hochtal und erreichten
Hohenaschau. Hier kann man mit der Seilbahn auf die Kampwand fahren. Kurz nach
Hohenaschau bogen wir rechts nach Bernau am Chiemsee ab. Auf der 305er bikten
wir weiter nach Grassau, von dort in Richtung Traunstein und weiter ging es über
Teisendorf nach Freilassing. Von da aus war es dann nur mehr eine kurze Strecke
zum Ausgangspunkt nach Seekirchen. Für meine Bikerfreunde war diese Tour vollkommen
neu, aber auch die schönste Tour dieses Jahres.
Roman Sekot
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