Ausgangspunkt
dieser Tour ist Altenmarkt-Zauchensee,
wo wir im "Haus Rainer",
einem gemütlichen Privathaus in zentraler, ruhiger Lage (Römerstraße 380, Telefon
06452/6324) Unterkunft fanden. Rosmarie kümmert sich liebevollst um ihre Gäste
und vom oppulenten Frühstück schwärmen wir so lange, bis wir wieder einmal vorbeischauen!
Zuerst noch recht geruhsam geht es auf der B99 nach Niedernfritz, wo man nach
rechts, Richtung Abtenau
abbiegt.
7 km nach Abtenau, in Vogelau, geht es abermals rechts. Hier wird die Straße enger,
die Berge rücken näher zusammen. Der Weg über die Postalm führt nach Strobl
am Wolfgangsee.
Oberhalb von Strobl, im Kleefelder Wildpark sind besondere Exemplare der alpinen
Tierwelt zu bestaunen: Rotwild, Steinböcke, Wildschweine und Bergziegen bis hin
zu Forellenteichen. Und das bei freiem Eintritt!
Wir verlassen nun Salzburg und kommen nach Oberösterreich. Über die B158 geht
es nach Bad Ischl, das wir jedoch vorerst rechts liegen lassen, um weiter nach
Mitterweissenbach zu fahren. Dort links, über die B153 bis kurz vor Burgau, dann
rechts. In Steinbach
am Attersee gabelt sich die Straße.
Rechts
geht es auf die Grossalm, über die man nach Altmünster
gelangt. Aus einem ehemaligen Jagdbesitz wurde der Wildpark
Hochkreut geschaffen, in dem man neben der herrlichen Aussicht auch Wild oder
am Vogelstimmen-Lehrpfad die Reaktion der ansässigen Vogelschar auf die per Knopfdruck
abrufbaren Vogelstimmen beobachten kann.
Der
nächste Ort auf unserer Tour ist Gmunden.
Eigentlich sollte man hier eine Woche bleiben, um all das Interessante anzusehen,
was dieser Ort zu bieten hat. Mehrere Schlösser und Naturparks, unter den Museen
findet sich auch ein Klo-Museum, der handwerkliche Schaubetrieb der Gmundner
Keramik und die Pfarrkirche mit Schwanthaler-Altar.
Am
Traunsee entlang geht es die B145 südlich nach Ebensee,
Bad
Ischl und über die Pötschenhöhe vorübergehend wieder in Salzburg nach Bad
Aussee.
Von Bad Aussee kann man einen Abstecher hinauf zum Grundlsee machen. Wem gewisse
Körperteile vom Sitzen schon weh tun, dem empfiehlt sich ein kleiner Spaziergang
am Ufer oder eine Rundfahrt mit dem Schiff.
Über 16 % geht es hinauf und wieder hinunter nach Obertraun - das wiederum in
Oberösterreich liegt -, über das man zum letzten See dieser Tour gelangt, dem
Hallstätter See und seinem Hallstatt,
ein Platz, der wieder eine Woche Aufenthalt wert ist.
Die
Geschichte von Hallstatt reicht bis 12.000 v. Chr. zurück. Aus dieser Zeit fand
man einen künstlich durchbohrten Höhlenbärenknochen in der Dachtstein-Rieseneishöhle.
Um 2.000 v. Chr. begann die industrielle Gewinnung von Salz. 500 Jahre später
entstand, begünstigt durch die Entdeckung der Bronze, der älteste bergmännische
Salzbergbau der Welt. Bis Christi Geburt ging es dann etwas wüst zu - Kelten und
Erdrutsch behinderten den ruhigen Abbau und Handel etwas.
1311 verlieh Königin Elisabeth, Witwe von Albrecht I., den Bürgern von Hallstatt
das Marktrecht und 1494 Kaiser Maximilian I. dem Markt Hallstatt ein Marktwappen.
1875 war mit dem Bau der Straße von Gosaumühle nach Hallstatt der erste Schritt
zur verkehrsmäßigen Erschließung des Marktes auf dem Landweg getan. 1890/91 wurde
der Bau der Seestraße in Angriff genommen. 1964 beschloß der oberösterreichische
Landtag die Ausführung eines Straßentunnels zur Lösung des Verkehrsproblems in
Hallstatt. Im selben Jahr erfolgte der Tunnelanschlag für die Hallstätter Umfahrungsstraße
in Form eines "Doppeltunnels mit Parkterrasse in der Mühlbachschlucht". 1966 wurde
der Hallstätter Straßentunnel, ein ortsbildschonendes und umweltfreundliches Projekt
dem Verkehr übergeben.
Dementsprechend viel gibt es in Hallstatt zu besichtigen: die Rieseneishöhle,
das Salzberwerk, das Prähistorische Museum, das Beinhaus, das Heimatmuseum uvm
... und wen das ganze Museumszeugs nicht interessiert, der genießt sicher das
einmalige Landschaftbild mit See. Aber alleine am Ufer zu stehen und hinüber
auf das alte Städtchen zu schauen, läßt das Herz schon höher
schlagen.
In
Gosau,
dem letzten oberösterreichischen Ort auf dieser Tour, bietet sich für jene, denen
die Beine nach der langen Fahrt schon etwas eingeschlafen sind, der ca. 90minütige
Rundgang um den Gosausee an.
Über den Paß Gschütt geht es schließlich zurück nach Altenmarkt.
Generell muß man in Salzburg mit der eigenartigen Verteilung von runden
Kanaldeckeln bevorzugt in der Ideallinie in Kurven rechnen, die ganz plötzlich
auch auf Streckenabschnitten auftreten (zB in Waldstücken auf Pässen),
auf denen man sie am wenigsten vermutet. Besonders bei Nässe stellen sie
gefährliche Fallen dar.
Auch
mit der Umzäunung von Rinderweiden sieht man es in diesem Bundesland nicht
so eng. Man muß immer damit rechnen, daß plötzlich Kühe
am Straßenrand oder gar mitten auf der Straße stehen. Einfach ganz
langsam daran vorbeifahren. Meistens geht die Sache gut!
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