Die Tour beginnt auf der B10 in Schwechat Richtung Bruck/Leitha. Nicht
schrecken, wenn plötzlich etwas großes, schwarzes über die Fahrbahn
huscht. Es könnte sich dabei um einen durchaus harmlosen Schatten eines Flugzeugs
handeln.
Tatsächlich
ist es interessant, kurz nach Schwechat anzuhalten und ein bißchen in die
Luft zu schauen. Stimmt die Windrichtung, kann man beobachten, wie ein Flugzeug
landet, das zweite dicht dahinter im Anflug ist und das dritte gerade seine Warteschleife
verläßt und ebenfalls auf den Flughafen zusteuert.
Noch in Niederösterreich liegt Bruck/Leitha.
Von dort aus geht es weiter nach Parndorf,
wo man links auf die B50 einlenkt, die man jedoch bald wieder verläßt,
um nach
zu gelangen. Über dem Städtchen, das dem See seinen
Namen gegeben hat, thront ein mächtiger mittelalterlicher Wehrturm, "Tabor"
genannt.
Wind und Wetter üben starken Einfluß auf den Wasserspiegel des Neusiedlersees
aus. Extreme Trockenzeiten können sogar zum völligen Verschwinden führen!
(Letztmals 1865 - 1871.) Die größte wirtschaftliche Bedeutung des Sees
liegt jedoch in seiner Funktion als Klimaregulator und der damit verbundenen Auswirkung
auf den Weinbau ... wie angesichts der vielen Weingärten unschwer zu übersehen
ist!
Von Neusiedl genießt man die gut ausgebaute B50 nach
die burgenländische Landeshauptstadt seit 1925.
Joseph Haydn hinterließ im 18. Jhdt. in der Stadt seine Spuren, als er 30
Jahre lang in Fürst Esterhazys Hofmusikkapelle Kapellmeister war und verhalf
ihr durch seine Erfolge zu einer Blütezeit.
Das heutige Eisenstadt gliedert sich in drei deutlich unterscheidbare Teile, die
bis 1938 auch drei politische Gemeinden bildeten: Die "Bürgerstadt",
die sich 1648 vom Fürsten Esterhazy die Freiheit erkaufte und sich seither
"Freistadt" nennen darf; Eisenstadt-Oberberg, das sich um vom Fürstenhaus
gestiftete Kirchen und Klöster entwickelte; und Eisenstadt Unterberg, das
ehemalige Getto.
Nach so viel Kulturgenuß verläßt man Eisenstadt in westlicher
Richtung, durchfährt auf der B16 die Ausläufer des Leitha Gebirges und
kehrt über Wimpassing
an der Leitha und Ebreichsdorf
nach Wien zurück.
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