Fast kerzengerade beginnt die Tour auf der B10 von Schwechat aus Richtung Schwadorf.
Zirka 3 km nach Stixneusiedl nicht verpassen rechts nach Wilfleinsdorf abzubiegen,
um über Kaisersteinbruch und die schattigen, würzig duftenden Wälder
des Leitha Gebirges auf die B331 zu gelangen. Rechts abbiegen und schon ist man
in Breitenbrunn, von wo aus eine lange Gerade mit kleiner Schikane direkt zum
See führt. Tempo 50 ist durchaus berechtigt. Zu beiden Seiten der Straße
liegt der Schilfgürtel des Neusiedler Sees, und da queren auch Tiere die
Fahrbahn. (Was könnte das wohl gewesen sein: Es hüpfte mehr als es lief,
hatte braunes Fell und einen buschigen Schwanz? Ein Schilfhörnchen?)
Breitenbrunn
ist die einzige Seebadegemeinde zwischen der Landeshauptstadt Eisenstadt und dem
Seewinkel im Osten des Neusiedler Sees. Den Wehrturm mit der ältesten Turmuhr
des Bugenlandes und herrlichem Rundblick, das Turmmuseum
sowie die Wehrkirche zu besuchen lohnt sich. Etwas außerhalb des Ortes lockt
die Ruine der alten Einsiedelei "Die Klause".
Der
See lädt mit seinem Naturbad zum ausgiebigen Erholen mit allen Freuden des
Wassersports (Baden, Trampolinspringen, Windsurfen, Angeln - Tageskarte möglich,
Bootfahren usw) und seinem Beachvolleyplatz ein. Im Seerestaurant (Lokal der gehobeneren
Preisklasse mit Fischspezialitäten, Hauskaffe sowie Terrasse mit wundervollem
Blick über den See) ist der Gast König und der Service freundlich und
schnell. Der Campingplatz präsentiert sich sauber und preiswert.
Mit etwas Glück steht das Tor zum Yachthafen
Breitenbrunn offen, wo es ebenfalls reichliche Auswahl und noch christlichere
Preise gibt!
Für den Rückweg wählten wir die ausgezeichnet ausgebaute B50 bis
Donnerskirchen, um auf der B15 das Leitha Gebirge zu queren.* Von Mannersdorf
über Götzendorf und Ebergassing geht es nach Himberg, wo man der deutlich
ausgeschilderten "Schwechat-Umfahrung" folgt. Keine Panik, wenn diese
plötzlich in einer Sackgasse zu enden scheint - das Einfahrtsverbot darf
bis auf Widerruf des Bundesheeres ignoriert werden. 100 m durch Bundesheer-Gebiet
und man befindet sich wieder auf der regulären Bundesstraße nach Zwölfaxing.
Fährt man in Schwechat konstante 50, hat man Grüne Welle durch diese
Stadt zurück nach Wien.
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Biegt man von der B50 nicht rechts zum Leithagebirge ab, sondern links (oder anders
gesagt: fährt man die Tour gegen den Uhrzeigersinn und kommt man aus dem
Leithagebirge, geht's geradeaus weiter über die B 50), gelangt man durch
ein verträumtes Wohngebiet zur rechter Hand gelegenen "Fahrrad-Tankstelle",
ein Familienbetrieb, der sich auf die Versorgung von Radfahrern spezialisiert
hat, aber auch sehr bikerfreundlich ist. Was auf der Speisekarte steht, ist lange
noch nicht alles, was die Küche zu bieten hat. Nachfragen empfiehlt sich!

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