Von
Wien geht es über die B17 in den Süden. Zweigt man rechts (B21a) über
Felixdorf (B21) nach Markt Piesting ab, heißt es vom Gas gehen. Auf der
langen Geraden in Felixdorf verliert man leicht den Tacho aus den Augen, was den
dortigen Hütern der öffentlichen Ordnung gar nicht gefällt. Vorsicht
ist auch angesagt, wenn man auf der gut ausgebauten Umfahrungsstraße die
Abfahrt nach Markt
Piesting passiert. Dort kommt es immer wieder zu schwersten Verkehrsunfällen.
Weiter
geht es durch das Piesting Tal durch Gutenstein
über den Rohrer Sattel.
ACHTUNG! Auf dem Straßenabschnitt zwischen
Pernitz und "Kalte Kuchl" wird immer wieder die Fahrbahn "repariert" und - sehr
bikerfreundlich - Schotter gestreut! Aufpassen und 30-km/h-Beschränkungen
nicht ignorieren!
4 km nach Rohr im Gebirge rechts abbiegen, noch 3 km, dann
ist man beim Gasthof "Kalte
Kuchl".
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Die Cheffin des Gasthofs "Kalte Kuchl" bittet
alle 2-Rad-Motorisierten:
"Fahrt leise zu!!! Startet leise! Fahrt leise weg!!!
Die Anrainer fühlen sich durch den Motorenlärm gestört. Es kommt
laufend zu Beschwerden und Anzeigen!"
Natürlich möchte sie weiterhin das Service bieten können, welches
wir von der "Kalten Kuchl" gewöhnt sind. Und daß Eure Radln
einen "guten Sound" haben wissen wir - Ihr braucht es dort nicht zu
beweisen! |
Nach
einer kräftigen Stärkung geht es weiter. Spätestens ab hier heißt
es auf den Rollsplitt aufpassen, der zu Beginn der Saison in den Bergen noch die
Straßen unsicher macht. Von der "Kalten Kuchl" fährt man
die B21 westlich, nach der Kreuzung südlich über St.
Aegyd am Neuwalde zur nächsten Zwischenstation: Mariazell.
Das
Verkehrsleitsystem leitet dich durch die Stadt - oder besser: um den Kern der
Stadt. Es gibt zahlreiche Parkplätze - sogar einen für Motorräder!
Stell das Vehikel irgendwo ab und schau dir das Zentrum an. Einst ein malerisches
Pilgerdörfchen ist es nun dem Kommerz zum Opfer gefallen.
Die Kirche Mariae Geburt wurde um 1157 gegründet und während der Gotik
und Barockzeit mehrfach umgebaut. Sehenswert: Die beiden barocken Türme von
Sciassia, der Hochaltar aus schwarzem Marmor sowie die Gnadenkapelle in der Kirchenmitte
von J. B. Fischer von Erlach.
Wir
verlassen Marazell nördlich über die B20, überqueren den Josefsberg,
folgen den Spuren der Mariazell-Wallfahrer über die "Via Sacra"
nach Annaberg.
Oben machen wir Pause. In dem Lokal links neben der Kirche geht es sehr nobel
zu, trotzdem sind die beiden in den schwarzen Lederhosen mit den dicken Gürtelschnallen
und dem Helm unter dem Arm willkommen.
Danach
geht's bergab über die Serpentinen des Annabergs, die wir leider viel zu
schnell hinter uns gebracht haben. Zuerst die Türnitz entlang geht es durch
das Tal, das sich nach und nach weitet, nach
Lilienfeld, wo man das Stift
Lilienfeld besuchen kann. Das Zistersienserstift zählt nicht nur zu den
wichtigsten und schönsten Denkmälern mittelalterlicher Baukunst in Österreich,
sondern es ist das größte Bauwerk der Babenberger-Zeit überhaupt.
Entlang der Traisen geht es nach St.
Pölten (Video).
Wer an diesem Tag genug von Kurven hat, kann die letzte Etappe nach Wien auf der
A1 zurücklegen. Wer die Bundesstraße bevorzugt, fährt von St.
Pölten über Böheimkirchen nach Neulengbach
und von dort die B44 zurück nach Wien.
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