Vom Südosten Wiens (Schwechat) fährt man die B11, nach Achau die
B16 über gut ausgebaute (Schnell-)Straßen Richtung Ebreichsdorf.
Ein Abstecher zum Schloß Laxenburg bietet sich an. Das Jagdschloß
hieß ursprünglich Lachsendorf. Im 250 ha großen Schloßpark
befinden sich das Alte Schloß (ehemalige Wasserbug, heute: Vorführungen
des Österreichischen Filmarchivs), das neue Schloß (ehemals Sommersitz
der kaiserlichen Familie) und die Franzensburg mit ihrem Museum.
Die B11 mündet in die B16, eine Schnellstraße und diese in die Autobahn-Auffahrt
Münchendorf. Kurz rauf auf 130 km/h, gleich wieder bremsen, denn bei der
nächsten Ausfahrt (Ebreichsdorf Nord) geht es wieder auf die Bundesstraße
hinein nach Ebreichsdorf. An der T-Kreuzung biegt man rechts Richtung Baden ab.
Immer geradeaus auf der B210 geht es an der Peripherie der Kurstadt Baden entlang,
zwischen den Ruinen Rauhenstein und Rauheneck durch, hinein ins Helenental, wo
die Strecke kurvenreicher wird. Entweder zweigt man bereits in Sattelbach ab und
nimmt die Abkürzung oder man durchfährt das Tal (Gedächtnisstätte
Kronprinz Rudolf, Mayerling) bis Alland.
Dort
versuchen wir, im Restaurant-Cafe "Zur alten Mühle" zu essen. Schöner,
großer Parkplatz. Die Speisekarte könnte mehr für den kleinen Hunger anbieten.
Naja,
das Eis ist gut. Der Toast (zum Abnehmen - Tjaky will aber nicht abnehmen!) beruhigt
erst einmal den wütend knurrenden Magen. Über das halbe Henderl um 135,-
öS trauen wir uns nicht drüber. Schöne Terrasse, netter Ausblick
auf vorbeifahrende Biker.
In Alland biegt man rechts in die B11 ein.
Welche Route man auch wählt, in beiden Fällen gelangt man nach Heiligenkreuz.
Stift Heiligenkreuz wurde 1133 vom hl. Leopold gegründet, trägt seinen
Namen von der Reliquie des Kreuzes Christi und ist der älteste Zisterzienserstift
Österreichs. Die Mönche pflegen besonders die Liturgie und den gregorianischen
Choral. Die Besichtigung ist ganzjährig möglich.
Durch Gaaden geht es weiter in die Hinterbrühl, wo man die wirklich sehenswerte
Seegrotte (ein 1912 durch Wassereinbruch zerstörtes Gipsbergwerk) ganzjährig
täglich von 9 - 17 Uhr besichtigen kann. Sie beherbergt den größten
unterirdischen See Europas. Während des 2. Weltkrieges als Waffenfabrik genutzt,
beeilte man sich, nach dem Krieg die ursprüngliche Schönheit wieder
aufleuchten zu lassen.
Weiter nach Mödling (von wo aus man sich linksabbiegend auf die B17 direkt
nach Wien zurückbegeben kann). Geradeaus die B17 querend geht es die B11
weiter über Achau und Maria Lanzendorf. In Schwechat endet die Tour.

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