|
Der Protest von 50.000 Menschen zeigt Wirkung
Von einem "Sieg der Vernunft" spricht Mario Rohracher,
Chef der ÖAMTC-Interessenvertretung, anlässlich der Aufhebung der Tempo
50-Verordnung an wichtigen Straßenabschnitten. 50.000 Menschen haben sich
dem Club-Protest im Internet und an den ÖAMTC-Stützpunkten angeschlossen.
Tempo 50 an wichtigen Straßenabschnitten aufgehoben
Diesem Protest wird nun auch von Umweltstadträtin Ulli Sima
und Verkehrstadtrat Rudi Schicker Rechnung getragen. Nach konstruktiven Gesprächen
mit dem ÖAMTC wird die Verordnung bis Mitte Februar im Freiland und auf unverbauten
Ausfallstraßen novelliert. "Damit sind neuralgische Straßenzüge,
die viele Wiener und Pendler täglich nerven, entschärft", so Rohracher.
Die verbleibenden Tempo 50-Zonen werden nach Ansicht der Club-Experten
keine Auswirkungen auf die Feinstaubbilanz haben. "Allerdings verstehen wir
den Wunsch vieler Anrainer, die sich vom geringeren Tempo weniger Lärmbelastung
erhoffen", so Rohracher. "Deshalb ist der mit der Stadtregierung erzielte
Kompromiss für uns akzeptabel."
Keine Strafen
An den Straßenabschnitten, wo die Tempolimits wieder geändert
werden, wird auf Forderung des Clubs bis zum In-Kraft-Treten der neuen Limits
nicht gestraft. Ein Kritikpunkt des ÖAMTC ist das Beharren der Stadtverantwortlichen
auf Tempo 50 in der Heiligenstädter Straße Richtung Klosterneuburg.
Die Lösung im Detail
*
Triester Straße zwischen Wienerbergstraße und Liesingbach (Tempo 70)
* B1 Westausfahrt ab Hütteldorfer Brücke bis Bahnstraße (stadtauswärts)
(Tempo 70)
* B1 Westeinfahrt ab Bahnstraße bis Auhofstraße (vor Bräuhausbrücke,
stadteinwärts) (Tempo 70)
* Süßenbrunner Hauptstraße: Landesgrenze bis Friedhofweg (Tempo
80)
* Wagramer Straße von Bettelheimstraße bis Landesgrenze (Tempo 70)
* Brünner Straße zwischen Landesgrenze und Hochfeldstraße (Tempo
70)
Die
erfolgreiche ÖAMTC-Kampagne "Nein zu Tempo 50" ist damit abgeschlossen,
die Club-Experten stehen aber weiter für Gespräche in geplanten Arbeitsgruppen
zur Verfügung. Aufrecht bleibt die Forderung des ÖAMTC, auf moderne
Telematik zu setzen. Grüne Wellen sind das beste Mittel, den Verkehr flüssig
zu halten und Staus zu verhindern. "Damit ist auch der Umwelt am meisten
gedient", so Rohracher. "Hier gilt es schnellstens die Ampelschaltungen
zu optimieren, dann ist die städtische Verkehrspolitik wieder mit dem richtigen
Tempo unterwegs."
(Herbst 2005) |