|
geht
durch die Medien. Die unabhängige Initiative "Bikers'project" will
mehr Sicherheit für die Biker auf Österreichs Straßen bewirken
- und das "mehrspurig". Ein ganzer Berg Studien über Unfälle,
Bikers' Fahrverhalten und Straßenzustände liegt bereits vor.
Jetzt geht es an die Umsetzung des Konzeptes: die "Raser" unter den
Bikern ausfindig machen und sie zur Vernunft zu bewegen, gefährliche Straßenstellen
sicherer zu machen - aber auch auf 4-Rad-Rowdies einzuwirken, die mit ihrem unverantwortlichen
Verhalten Biker in Gefahr bringen.
Ganz schön viel, was sich Michael Praschl und sein Team da vorgenommen hat!
Wer ist Michael Praschl, der Initiator
des Projekts?
"Ich bin seit ca. 15 Jahren immer wieder mit Verkehrssicherheitsprojekten
befasst - bis vor ca. 3 Jahren eher wissenschaftlich, jetzt möchte ich die Erkenntnisse
auch möglichst effektiv umsetzen. Um ein Projekt für Motorradsicherheit bemühe
ich mich schon sehr lange (fahre seit meinem 16. Lebensjahr auch Zweirad), die
Behörden sind aber erst vor 3 Jahren aufgewacht und seither gibt es die Chance
auf Projektförderungen."
Wie kam es zu "Bikers'project"?
"Die Initiative entstand als Folge eines Forschungsprojektes ("ride easy
- Erhöhung der Sicherheit der Motorradfahrer in Niederösterreich"), das von der
NÖ-Landesregierung gefördert wurde (1999/2000). Bei meinen Recherchen fiel mir
auf, dass viele Leute, die oft nichts voneinander wissen, ihre eigenen Süppchen
kochen. Außerdem herrschen große Meinungsdifferenzen vor, wie man die Sicherheit
der Biker erhöhen kann.
Es gibt hier die "Bitumen- & Leitschienenfraktion", die "Trainingsfraktion",
die "Radar- & Strafefraktion", die "Fahrzeugtechnikfraktion", die "Bewusstseinsbildungsfraktion"
und die "Schuld sind die Autofahrerfraktion", die häufig miteinander im Streit
liegen. An sich ist natürlich an allen Anliegen dieser Fraktionen was dran, entscheidend
ist die optimale Maßnahmenkombination unter der Klammer einer effektiven Bewusstseinsbildung
im Sinne von "Mehr Sicherheitsreserve"."
Im
Projekt geht es auch um die Entschärfung von Gefahrenstellen.
"Derzeit sind 7-8 Biker (in Kooperation mit der MAG) unterwegs,
um Gefahrenstellen zu analysieren und nach einer eigens entwickelten Methode zu
dokumentieren (inkl. Fotos & GPS-Koordinaten). Wir haben recht gute Kontakte zu
den Landesregierungen (derzeit machen NÖ, OÖ, Stmk mit) und können hier sicher
einiges vorantreiben.
Die Sache ist aber nicht ganz so einfach: Die Analyse der gravierenden Unfallhäufungspunkte
hat ergeben, dass hier zumeist hervorragende Fahrbahnbläge vorliegen. Diese verleiten
viele Biker, ihre Grenzen auszutesten, was leider öfters in Unfälle mündet. Fahrbahnsanierungen
dürfen also nicht zu 'Rennstrecken' führen! Man muss hier also auch psychologische
Effekte einbeziehen."
Können Euch Biker gefährliche Stellen melden?
"Für die Nennung
von Gefahrenstellen (derzeit vorwiegend NÖ, OÖ, Stmk) sind wir natürlich dankbar.
Ideal wären gleich Fotos und genaue Ortsangaben (z.B. Straßenkilometrierung)."
Nicht nur rasende Biker wollt Ihr ins Gebet nehmen, sondern auch Autofahrer.
"Die 4-Rad-Rowdies wollen wir uns natürlich auch vornehmen. Dafür
möchte ich ein eigenes Projekt (Arbeitstitel: "Alkospeed-Kampagne") einreichen."
Findet man die Ergebnisse der Studien und Berichte über Eure Aktivitäten
im Internet?
"Ja.
Auf unserer Homepage
findet Ihr viele weitere Infos (in konzentrierter Form in den Pressetexten).
Wenn Ihr ein Sortiment unserer Folder, Plakate und Aufkleber wollt, schickt uns
ein Mail mit Eurer Adresse."
"Bikers'project" steckt noch in den Kinderschuhen. Wir sind gespannt,
wie es sich entwickelt!
|