Willy´s Griechenlandreise
Am 12.6.2000 fahre ich
nach Ancona.
Zusteigeort der Minoan Line. Man sollte etwa um 15 oo Uhr vor Ort sein.
Da hat man genügend Zeit zum einchecken und auch nach dem Einchecken genügend
Zeit zum Essen.
Direkt hinter dem Anlegeplatz befindet sich eine Strasse, die zu dem Aussichtspunkt
über dem Hafen führt.
Man ist dort ca. 150 m über dem Hafen und geniesst eine Bombenaussicht. Dort befindet
sich ein sehr schönes Restaurant mit guten Pizzas.
Genau nach Fahrplan legt die "PARCIVAL" in Ancona ab und nimmt Kurs durch die
Nacht nach Igoumenitsa.
Am Morgen sollte man den Sonnenaufgang über dem Meer nicht verpassen.
Um ca. 9 00 Uhr taucht dann auf der linken Seite die Küste von Albanien auf
und um 13.30 Uhr ist dann der Zielort erreicht.
TIP:
Vor der Abfahrt zuhause am griechischen Konsulat wegen eines Benzinstreiks nachfragen.
Wenn nichts ansteht kann man in Igoumenitsa tanken. Der Treibstoff bleifrei ist
so teuer wie bei uns in der Schweiz. Billiger als in D, A und Italien, Ueberall
gibt es Tankstellen. Da es sich um ein EU - Land handelt sollte dies ja kein Problem
sein.
Wir fahren in IGOUMENITSA links in Richtung IOANNINA.
Vor IOANNINA geht die Strasse weiter in die Hauptstrasse in Richtung KONITSA
- NEAPOLI - Kastoria.
Es sind sehr schöne Strassen mit sehr gutem Belag.
ACHTUNG IN GANZ GRIECHENLAND AUFPASSEN WEGEN ÖLSPUREN.
Kastoria ist unser
Etappenziel für den ersten Tag. Schmuckvolles Städtchen am Kastoriasee.
Der Zeltplatz befindet sich auf der kleinen Landzunge direkt am See.
Er wird vom Kloster vermietet und der Pope spricht Deutsch. Einige Restaurants
sind in der Nähe (zu Fuss gut erreichbar). Es gibt dort gute Fischspezialitäten.
Nahe am Kloster befindet sich eine Pfauenzucht. Morgens um sechs geht die Gr.Orthodoxe
Messe los. Alles mit Lautsprecher. Wenn man Zeit hat, ist ein Schiffsausflug auf
den See sehr empfehlenswert. Nach KASTORIA geht die Strasse sehr steil
in die Nähe der albanischen Grenze.
Es wimmelt von Militär und Polizei. Aber für die sind wir nicht interessant. In
Nordgriechenland ist das Skigebiet. Es gibt überall Salzstreuer am Strassenrand.
Im Winter liegt sehr viel Schnee.
Nachher streifen wir die jugoslawische Grenze bis nach FLORINA.
ACHTUNG: IN DIESER GEGEND GIBT ES LKW´s DER ALBANER UND JUGOSLAWEN, DIE IN
SEHR SCHLECHTEM ZUSTAND SIND UND FAHREN WIE DIE HENKER. DIE KENNEN NICHTS. DEFENSIVE
FAHRWEISE MIT SPIEGEL IST ANGESAGT!!!
Nach FIORINA wird das Land eben und um die Mittagszeit erreichen wir THESSALONIKI.
Gut auf die Wegweiser schauen, man kann nämlich THESSALONIKI links umfahren.
Achtung: Fahrweise wie in Kairo.
Auf der Umfahrungsstrasse bleiben bis am Schluss. Nach dem Flughafen geht die
Strasse links in eine normale Überlandstrasse nach NEA MOUDANIA. Ich
fahre auf dieser Strasse weiter bis nach NIKITAS. Dort im Dorf beim Lichtsignal
nach dem Lebensmittelladen rechts bis runter an den Strand. Links der Strandstrasse
entlang bis zum Zeltplatz NIKITI. Die Strandstrasse wird im hinteren Teil zur
Sandpiste. Der Zeltplatz gehört zu den besten in ganz Griechenland. Sehr
sauber und günstig. Alles inkl. 4 Nächte in der Vorsaison (Juni) 100.- SFR.
Die Platzbetreiber sprechen sehr gut Deutsch.
Ausflüge zum Berg Athos mit Schiff ab ORMOS PANAGIAS. 20,- SFR.
Etwa 5 Stunden ist man auf See. Fährt bis ca. 200 Meter ans Ufer der Berg
Athos Klöster, da gibts wunderbare Fotomotive.
Die Halbinsel KASSANDRA
IST KEINE REISE WERT.
SCHADE. Es ist alles mit Palästen überfüllt. An jeder Ecke wird gebaut.
Neckermann, TUI und Escolette sind da zu Hause.
DIE HALBINSEL SITHONIA HAT MIR SEHR GUT GEFALLEN. Man muss sich Zeit lassen,
um alles zu besichtigen. Sicher zwei Tage. Ich bin am ersten Tag die Ostseite
der Insel abgefahren. Den ganzen Tag für die kleine Insel, mit Baden und
Fotografieren vertrödelt. Am anderen Morgen bin ich die Westseite abgefahren.
Auch mit dem Schattenspiel ist es eine Superfahrt. Retour fahren wir über THESSALONOKI
auf der Autobahn nach KATERINI. Von dort auf normalen Strassen in die Berge.
Hinter dem Olymp nach ELASSONA, DESKATI nach KALAMBAKA.
Schon von weitem sehen wir die METEORA FELSEN. Wir suchen den Zeltplatz
*VRACHOS KASTRAKI*.
Super Zeltplatz, mit Swimmingpool, sauber und preiswert. Marmor WC und Duschen,
mit sehr gutem Restaurant und Grillspezialitäten. Wenn es die Zeit erlaubt
sollte man vor Sonnenuntergang und vor Sonnenaufgang in den Meteoraklöstern
sein. Das Farbenspiel der Sonne ist wunderbar. Nachher beim Besuch der Klöster
darauf achten, dass es keine Parkplätze für Autos gibt, denn dann gibt es auch
keine Asiaten und Amerikaner, die auf einem Schnelltrip sind und einem alles verstellen.
Auch die Mönche sind viel aufgeschlossener und offener als jene in den grossen
Klöstern.
Das Kloster *AGIOS TRIADA* ist seinen Aufstieg wert. Im Kloster schenkt
der Pope Joannis Kaffee und Geleeklötzchen aus. Er ist fast blind, spricht
aber gut Deutsch und hat an jedem Besuch seine helle Freude. Oben hat man super
Fotoobjekte und eine schöne Aussicht. Meine Reise geht langsam dem Ende zu.
So fahre ich über METSOVO - IOANNINA nach IGOUMENITSA.
Einige zusätzliche Tips:
In den Restaurants wird immer die Rechnung für den ganzen Tisch gemacht.
IMMER
GLEICH BEI DER BESTELLUNG GETRENNTE RECHNUNG VERLANGEN.
MINOAN - LINE: Es gibt ein Selbstbedienungsrestaurant und ein 1. Klasse
Restaurant an Bord. Das zweite darf nicht mit Motorradmontur betreten werden.
Wenn man noch Hunger verspürt bei der Abfahrt in Ancona, sollte man sofort das
Motorrad absatteln und sichern. Nachher schnell den Schlüssel für die Kabine fassen
und sofort in den Speisesaal gehen zum essen, denn sie schliessen um 20.30 Uhr.
MINOAN hat einen eigenen Rotwein. Ist ein sehr feiner Wein, nicht harzig und sehr
zu empfehlen. Das AMSTEL Bier ist auch sehr fein. Nach dem Essen kann man dann
in der Kabine duschen und danach das Schiff inspizieren. So jetzt hoffe ich, dass
ihr einen schönen Griechenland Aufenthalt habt. Ich fahre 2001 nach Süd-Griechenland.
PELOPPONISSOS.

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