Parga
"Ganz
in das Grün von Olivenhainen und Zitrusplantagen eingebettet,
gruppieren sich die Häuser der Stadt amphitheatralisch um
eine Bucht, in der mehrere winzige Inselchen direkt vor der Küste
liegen." Dieser Satz aus dem Marco-Polo-Reiseführer
und ein Foto ließ uns den Plan fassen, uns Parga anzusehen,
doch sollte es eigentlich nur ein Tagesausflug werden.
Wir staunten nicht wenig, was sich in dem ehemaligen Dörfchen
abspielt. Eben gehen die ersten Lichter an. Die Promenade ist
voller Menschen. An der Kaimauer entlang reihen sich die überdachten
Freiluftrestaurants. Die dazugehörigen Küchen befinden
sich in den Häusern auf der anderen Straßenseite.
Am ersten Abend essen wir im "To Souli", probieren gleich
Schwertfisch und Calamari und genießen das bunte Treiben
im warmen Klima. Nach dem Essen erkundigen wir uns beim Kellner
nach einem Internet-Café. Er deutet auf das Haus schräg
gegenüber. Zuerst sind wir verwirrt, bis wir begreifen, daß
wir die ganze Zeit neben dem "Terra",
Internet-Café und Cocktailbar, gesessen sind.
Anders wie in anderen Küstenstädten, wo sich das Leben
nur an der Hafenpromenade abspielt, setzt sich das bunte Treiben
in Parga in seinen schmalen Seitengassen den Hügel hinauf
fort. Restaurants und Bars in sämtlichen Stilen, musikuntermalt,
von rustikal bis modern, alles vorhanden. Es gibt unzählige
Läden, Gold- und Silberschmiede, Souveniers, Bekleidung,
Ledersachen und dazwischen immer wieder kleine Lokale, aus denen
es verführerisch duftet.
Und überall in den Straßen und Gäßchen ist
es sehr, sehr sauber. Wehe, man erdreistet sich, schmutzige Schuhe
vor einem Geschäft sauber zu machen, um den Boden im Laden
nicht zu beschmutzen! Der Zorn des Ladenbesitzers fährt auf
einen herab, daß Zeus im Göttergarten neidisch erblaßt.

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