Nikopolis
Verläßt
man Preveza auf der Hauptstraße nach Arta/Ioannina, gelangt
man nach Nikopolis, ein weitläufiges Ausgrabungsareal. Die
Gründung dieser Stadt erfolgte nach der Seeschlacht am 2.
September 31 v. Chr. zwischen Octavianus und Marcus Antonius,
der sich mit der ägyptischen Königin Kleopatra verbündete.
Zum Gedenken an diesen Sieg gründete Octavianus, der nun
der Herrscher über das gesamte römische Reich war, an
jenem Ort, an dem er sein Lager errichtet hatte, die Stadt Nikopolis,
die eine multinationale werden sollte. Es muß zu jener Zeit
dort ziemlich toll ausgesehen haben. Die Stadt hatte viele Privilegien,
es gab großartige Gebäude, zahlreiche Statuen und entwickelte
sich schneller und besser als andere Städte in Griechenland.
Nach
der Gründung von Nikopolis erlebte die gesamte Region einen
enormen Aufschwung. Die neue Stadt, die einen rein griechischen
Charakter hatte, wurde zur Hauptstadt von Akarnania und Südepirus
ernannt. Ihre Einwohner waren sehr stolz, weil sie frei und autonom
waren - und das in einer Zeit, in der alle anderen griechischen
Städte dies nicht waren.
Octavianus wollte den Gott Apollon von Actium ehren und ihm für
seine Hilfe danken, die ihn zum Sieg geführt hatte. Deshalb
entschloß er sich zur Wiedereinführung der Wettkämpfe
von Actium und errichtete zwei Tempel: einen für Apollon
und einen für Poseidon. In der Stadt gab es ein großes
Amphitheater, das vermutlich im 2. Jhdt. n. Chr. gebaut wurde.
Das Stadion, in dem alle fünf Jahre große Wettkämpfe
stattfanden, lag nordwestlich des Amphitheaters.
Die
römischen Bäder liegen südwestlich des Stadions
und weiter südlich liegt die Mauer des Justinian, die im
6. Jhdt. n. Chr. erbaut wurde. An der östlichen Seite des
Feldes kann man die christliche Basilika (5. Jhdt. n. Chr.) sehen.
Es ist eine große Kirche, die nicht aus drei Schiffen besteht,
wie es damals üblich war, sondern aus fünf.
Wegen seiner Mauertechnik besonders eindrucksvoll ist das Aquädukt,
welches die Stadt mit Wasser vom Louros versorgte.
Seit
1913 beschäftigen die alten Steine die Historiker. Sie entdeckten
viele Münzen und Inschriften und restaurierten die Räume
und Denkmäler.
Im Museum sind in zwei Räumen Statuen, Sarkophage, Portaits
und Kapitelle ausgestellt. Hier findet man auch Reste der Basilika
des Dumetios. Nach ihren schönen Fußbodenmosaiken mit
einer Darstellung des Paradieses wird sie ins 2. Viertel des 6.
Jhdts. datiert.
![]() |
Unsere Griechenland- und Thailandreisen: 1999
| 2001
| 2002
| 2003
| 2004
| 2005
| 2006
| 2007
| 2008
| 2009 |