Von
Wien nach Triest
Über die Südautobahn geht es nach Graz, dann Richtung
Slowenien. Dort darf man zwar gleich nach der Grenze Autobahngebühr
bezahlen (ist auch in ATS möglich), dafür geht es anschließend
über herrlichen Asphalt flott weiter. Tanken sollte man gleich
nach der Grenze und danach einige Zeit bevor man auf Reserve schaltet,
denn Raststätten mit Tankstellen sind in diesem Land spärlicher
gesät als in Österreich.
Die Einheimischen verhalten sich im Straßenverkehr sehr
diszipliniert. Sie machen Platz für Schnellere und drängeln
kaum.
Auf den Parkplätzen gibt es oft Standler oder kleine Buden
mit Erfrischungen. Die Toiletten sind im Norden des Landes angenehm
sauber.
An der Grenze Slowenien-Italien sollte man nicht glauben, daß
man die slowenische Zollabfertigung bereits hinter sich hat, wenn
man von einem Beamten durchgewunken wurde. Auch sein Kollege im
Häuschen ein paar Meter weiter will mit Respekt behandelt
werden und sich den Paß ansehen. Erst dann darf man zum
Italiener überwechseln.
Fährt
man gleich nach der Grenze rechts, aber nicht auf die Autobahn, sondern links
davon geradeaus, die Kaserne rechts liegend lassend, gelangt man nach zweimal
links abbiegen zum Campingplatz EXCELSIOR, gut genug, um dort die Nacht zu verbringen.
Gleich daneben befindet sich die LKW-Zollabfertigung, wo man tagsüber Geld
wechseln kann. Das nächste Restaurant findet man an der Bundesstraße
nach Triest.
Diese schlugen wir alternativ zur Autobahn ein, um zum Hafen in
Triest zu gelangen. Über schöne Serpentinen schlängelt
man sich den Berg hinab und könnte dabei auch den herrlichen
Blick über die Stadt und das Meer genießen, würde
der extreme Verkehr in Triest nicht die gesamte Aufmerksamkeit
erfordern.
Im Hafen suchen wir das Büro der Anek-Lines vergeblich. Das
alte Abfertigungsgebäude wird gerade renoviert. Unsere Fähre
legt - so erfahren wir - von einem anderen Pier ab. "2 km
weiter", wird uns gesagt. Beschildert sollte der Weg sein
- wir kämpfen uns mit fragen durch.
Endlich
am richtigen Pier angekommen, erfahren wir, daß die Fähre
Verspätung hat und noch irgendwo draußen auf dem Meer
herumschwimmt.
Das Warten in der Gluthitze ist jedoch nicht schlimm. Wir treffen
die Vorhut des SN-BR (Salzburger Nachrichten - Biker-Reisen),
die sich auf dem Weg zum alljährlichen Event im südlichen
Griechenland befindet. Ein österreichischer Brummifahrer
gesellt sich zu uns und reicht kühles Ottakringer. Es gibt
viel zu plaudern ... während die PKW-Fahrer gelangweilt und
frustriert in ihren Blechkisten schmoren.
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