Dies
und das
Schwarze
Fahnen auf Schiffen
Auf so manchen Schiffen im Hafen von Parga sieht man Masten, an die schwarze,
oft arg zerfetzte Müllsäcke gleich einer Fahne montiert sind. Es sieht
aus wie eine Piratenflagge, auf welcher der Totenkopf mit den gekreuzten Knochen
vergessen wurde.


Nein, es sind keine Piraten, sondern Fischerboote. Die Stangen mit dem schwarzen Geflatter drauf werden im Meer ausgesetzt, um die ausgelegten Netze zu markieren. Das Plastik glitzert im Licht und ist deshalb bei jedem Wetter gut zu sehen.
Knoblauch
und Schneckenhäuser
Knoblauch kommt in Griechenland nicht nur in vielen Speisen vor, er wird auch
zu Zöpfen oder Kränzen geflochten und ans Haus oder aufs Boot gehängt.
Das dient hier nicht dazu, Vampire abzuhalten, sondern gute Geschäfte anzulocken.


Auch Schneckenhaus-Ketten
sieht man des öfteren. Sie sollen das Glück anziehen!
Ein
leerer Pier

Ein ganz seltener
Anblick in Parga, denn sonst hängen dort unzählige kleine, größere
und ganz große Schiffe dran. Nein, sie sind nicht alle unterwegs, um Ausflüglern
die Landschaft zu zeigen, sondern haben sich in die Valtos-Bucht oder in andere
Buchten geflüchtet ... vor dem Sturm.
Sturm? Es ist
doch herrlichstes Wetter auf dem Foto!
Nun, die Kapitäne wissen schon, wann es soweit ist!
Toiletten
Oft nicht abschließbar. Deshalb die Regel: Türe zu = besetzt, Türe
offen = frei.
Klopapier darf nicht in die Muschel geworfen werden, sondern in den Kübel,
da in Griechenland die Abwasserrohre sehr dünn sind und leicht verstopfen.
Ganz selten findet man noch griechische Toiletten ("Loch im Boden"),
die meisten sind bereits mit Klomuschel ausgestattet. Inzwischen sind sie auch
meist mit Brille versehen, obwohl diese bei den Griechen nicht so beliebt ist,
da sie der Ansicht sind, dass ein "blankes" Klo leichter zu reinigen
und deshalb hygienischer ist.
Der Gipfel der WC-Mistkübel-Technik fanden wir in Vasiliki/Lefkas: vollelektronisch,
mit Open- und Close-Knopf sowie Selbstschließautomatik durch Timer.
Essen
Es wird in Restaurants lediglich das Hauptgericht in der Speisekarte genannt.
Die Beilagen sind variabel. Sie müssen erfragt werden und können auch
selbst ausgemacht werden.
Griechische Gastronomen sind flexibel. Man darf durchaus nach Speisen oder Getränken
fragen, die nicht auf der Speisekarte zu finden sind, beim "Kanaris Square"
komponiert man sich z.B. sein Sandwich selbst.
Allergiker
sollten sich "ihre" Produkte mitnehmen.
Für Duftstoffeallergiker gibt es Olivenölseife in Massen, aber kein
Haarshapoo, Duschgel oder Sonnenschutz ohne Parfum. Auch das Bettzeug in den Unterkünften
ist stark parfumiert, da es keine duftstoffefreien Waschmittel gibt.
Nahrungsergänzungsmittel wie Magnesium oder Calcium (oder das Multi-Produkt
Centrum) fanden wir bedingt in Apotheken. Diese Präparate sind in Griechenland
sehr teuer. Mineralstoffe (z.B. nach Dr. Schüssler) sind hier völlig
unbekannt.
Ersatzteile
Parga ist eine relativ große Stadt, trotzdem ist hier nicht alles erhältlich.
Während man durchaus ein Didgeridoo oder eine Trommel erstehen kann, muss
man sich Dinge wie Möbel, Gitarresaiten, Motorrad-Zubehör (Helm, Batterie
etc.) in Preveza oder Ioannina besorgen.
Die örtlichen Händler helfen gerne weiter, aber auch sie müssen
die Ware in den großen Städten bestellen - und wer weiß, wie
lange eine Lieferung in Griechenland dauert?
Stromversorgung
Vorsicht bei Gewitter! Da gibt es leicht einen Stromausfall bzw. starke Stromschwankungen
oder Überspannung! Geräte wie Digi-Camera, Handy etc. also nur bei Schönwetter
aufladen!
Alle Texte und Fotos, wenn nicht anders angegeben, © Tatjana Suchovsky und Rudi Benesch.
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