Wir
verlassen Olympia über die Straße, die an der Ausgrabungsstätte
vorbeiführt. Es ist zwar eine "gelbe", was sich bald darin zeigt,
dass sie enger und enger wird. Achtung, sie wird auch von Reisebussen gefahren,
was bei einer Begegnung in der Kurve ganz schön brenzlig werden kann!
Ca. 50 km kurverln wir uns begeistert von Olympia weg durch eine herrliche waldige
Gebirgslandschaft, über gut asphaltierte aber oft nur einspurige Straßen
mit eng geführten Flußübergängen.
Man folge den Schildern "Tripoli". Ist kein Tripoli-Schild an einer
Kreuzung, folge man dem Straßenverlauf.
Irgendwann
kommt man über ein einspuriges Brückerl über den Fluss Erimanthos.
Irgendwann danach verbreitert sich das Bergstraßerl und die angespannten
Nerven dürfen sich erholen. Aber nicht lange! Ein Erdrutsch hat die schöne,
breite Straße zerstört. Als Umfahrung wurde ein einspuriges Asphaltband
gelegt, das gleich wieder in die große Straße einmündet.
Abrupt endet das breite Band, abrupt auch die Seiten- und Mittellinien, um dem
Fahrer Abwechslung zukommen zu lassen. Ein kleiner Ort, eine kleine Tankstelle.
Die Straße windet sich fast noch enger als zuvor bis nach Langadia. In den
interessanten Engpässen kommt uns diesmal glücklicher Weise kein Reisebus
entgegen - es ist aber nie auszuschließen! In Langadia bleibt die einzige
Streße des Ortes immer noch einspurig, doch - was für eine Überraschung!
- zahlreiche Straßenspiegel beschleunigen eine zügige und sichere Durchfahrt.
Hier laden einige Lokale zum Verweilen ein und auch großzügig angelegte
Parkplätze am Ortsende. Hier ist Ende mit den engen Kurverln.
Jetzt
geht es zügig durch die frische Bergluft. Einige Kilometer nach Karkalou
entdecken wir rechts einen Campingplatz. Wer hier zeltelt, sollte sich einen warmen
Schlafsack mitnehmen!
Auf dem folgenden Streckenabschnitt haben nahe der Straße die Imker ihre
Bienenstöcke aufgestellt. Einige der kleinen Tierchen kollidieren mit uns
und müssen an der Verschalung unserer Motorräder ihr Leben lassen. Hier
empfiehlt es sich, Visier und Jacke zu schließen!
Man folgt dem Straßenverlauf weiter, umrundet den Hauptplatz von Levidi
nur halb, um sich wieder auf dem Weg nach Tripoli zu befinden. Einige kleine Orte
noch, dann einige große Tankstellen. Wer bis nach Korinth oder Athen durchfahren
will und nur noch wenig Sprit im Tank hat, sollte die Gelegenheit nützen.
Bald schon beginnt die Autobahn und da gibt es die Tankstellen wieder einmal nur
in den Ortschaften, nicht aber direkt an der Straße.
An
der Mautstelle bezahlt der Motorradfahrer 0,90 Euro, 1,50 Euro kostet der PKW.
Auf dem Autobahnabschnitt bis Korinth gibt es zahlreiche Parkplätze - allerdings
ohne jegliche Versorgungsmöglichkeit.
Bei der zweiten Abfahrt nach Korinth verlassen wir die Autobahn, fahren auf der
Bundesstraße weiter bis zur Ampel, wo wir rechts abbiegen, nach Isthmia
kommen und nach einigen Kilometern weiter zum Camping Isthmia Beach. Oder: Man
scheidet erst bei der Abfahrt "Epidaurus" aus dem Schnellverkehr, dann
ist der Anfahrtsweg über die Bundesstraße etwas kürzer.
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