METHONI - KATO ALISSOS (12. 6. 2003)


Pause nach dem Horror in HoraBestens ausgeruht nehmen wir unsere nächste Etappe in Angriff. Unser lieber Platzwart vom Camping Methoni hat versucht, Camping Platanitis bei Nafpaktos telefonisch zu erreichen, doch er hörte nur: "Kein Anschluss unter dieser Nummer". Das weist darauf hin, dass dieser Platz immer noch geschlossen ist und wir uns eine andere Nächtigungsmöglichkeit vor Patra suchen müssen.

Zuerst verspricht unsere Straßenkarte noch einige Kurven, dann soll es ziemlich gerade weitergehen. So rechnen wir zwar mit ein paar Kehren, nicht aber mit dem, was uns in der Stadt "Hora" (nördlich von Pylos) erwartet, die besser auf "Horror" ungetauft werden sollte. Über ein für den Ortsfremden verwirrendes Ein- und Zweibahnsystem wird man mittels "Karpenissi"-Schildern durch den oft engstraßigen Ort gelotst, dessen bis zu ca. 30%ige Steigungen und Gefälle glatt wie Eis sind. Für uns mit unseren beladenen Straßenmaschinen eine herbe Sonderprüfung, nach der wir im nächsten Ort eine kleine Pause machen.

Nach Gargaliani wird die Streckenführung so kurvenlos, dass wir wieder ausprobieren können, ob der Gasgriff noch funktioniert. Es ist nach all den kurvigen Strecken in den letzten Tagen ein herrliches Gefühl zu spüren, dass das Motorrad schneller als 80 km/h geht!

BananenIn manchen Orten führt die im Plan als gerade durchgehend eingezeichnete Route durch Seitenstraßen. Erst als sich die Bundesstraße zur ausgebauten Schnellstraße wandelt, geht es zügig weiter. Der typisch griechische Nachteil: Es gibt keine Raststationen und keine Lokale direkt an der Strecke. Lediglich an Tankstellen mit dem Schild "Mini Market" bekommt man Flüssigkeiten für Fahrzeug und Mensch.

Es ist zwar erst kurz nach Mittag, dennoch beschließen wir, einen Campingplatz zu suchen, da wir uns die Überfahrt mit Fähre + die 100 km bis zum nächsten uns bekannten Platz bei einer Temperatur von 36° C nicht mehr antun möchten.

Tatsächlich entdecken wir in Kato Achaia Schilder, die den Weg zu einem Campingplatz weisen. Unsere Freude ist groß - aber nur von kurzer Dauer. Zuerst führt die Straße über eine undefinierbare Betonerhebung, nach dieser geht sie in einen grobschottrigen Weg über, der in einem PKW-Parkplatz endet. Wir sehen uns um. Keine Rezeption, keine Einfahrt, nichts was uns weiterhilft.

Fels in der BrandungVielleicht gibt es auf einem der unbetonierten Seitenwege den Hügel hinauf tatsächlich einen Campingplatz und vielleicht ist uns der Schweiß an diesem Tag schon so in die Augen geronnen, dass wir ihn einfach übersehen haben. Gefallen hat uns die Ecke dort auch nicht. Laute Musik, gar nicht unser Geschmack, aus irgendeiner Strandbar, sonst weit und breit nichts, was belebt ausgesehen hätte.

Wir suchen deshalb gar nicht weiter, wenden, geben uns Schotterweg und Betonbrückerl in die Gegenrichtung und fahren über die Schnellstraße weiter zum Nachbarort Kato Alissos. Die nächsten Schilder mit Zelt drauf weisen uns tatsächlich den Weg zu einem geöffneten Platz.





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