Kleiner
und verträumter als erwartet präsentiert sich uns dieser Ort, der zwar
mit einigen schönen, niedrigen Hotels und kleinen Bungalow-Anlagen aufwarten
kann, dessen Straßenbild aber noch nicht von Souvenirläden dominiert
ist, sondern von "ganz normalen" Geschäften wie Bäcker, Fleischhauer,
Supermarkt, Werkzeughandlung oder Trafik. Auch einen Bankomaten gibt es.
Der Hauptplatz wird gerade aus- und umgebaut. Vielleicht wird es in ein paar Jahren
auch eine asphaltierte Straße zum Hafen geben. Jetzt erreicht man ihn über
den festgepressten Sand zwischen Meer und Burg. Der Spaziergang endet zwischen
Fischerbooten, die im fast bewegungslosen Meer vor Anker liegen.
Der
Juni gilt in Methoni noch als Vorsaison. Abends ist es in dem Städtchen so
ruhig, dass Tanzwütige vergeblich ein Lokal suchen, das für entsprechende
Musik sorgt. Im Juli und August ist mehr los, erzählt man uns. Wir haben
die Tage dort genossen: intensives Ausruhen von unseren bisherigen Touren und
Kraft für neue Taten sammeln.
Ein eigenes Schauspiel sind die Kampfflieger der griechischen Armee, die ein-
bis zweimal am Tag Methoni überfliegen, um mit Überschallgeschwindigkeit
über dem Meer zu entschwinden.
In
Methoni ist es im ersten Junidrittel bereits wärmer. Hier erleben wir die
erste schwüle Nacht, in der wir die Schlafsäcke aufmachen. Auch die
Tage werden wärmer - bis zu 35° C - die recht unerträglich sind,
wenn der Wind, der vom Meer hereinkommt, einschläft. Das tut er aber glücklicher
Weise sehr selten. In Methoni holen wir zum erstenmal den Mückenschutz aus
dem Gepäck.
Das
Internetcafe Coypeios (erkennbar an einem ganz kleinen roten Schild, auf dem "Cafe
Romeo" steht), befindet sich zwei Häuserblöcke vom Festungseingang
entfernt. 1 Stunde kostet 3,- Euro, die Verbindung ist gut, die drei Plätze
im Halbstock sind im Juni noch wenig ausgelastet. Das Lokal verfügt über
einen Billardtisch und ist Treffpunkt der Jugend von Methoni. Neben allen Arten
von Getränken werden auch Snacks angeboten.
irsam@otenet.gr


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