
Bereits
in antiker und byzantinischer Zeit war die durch die Inseln geschützte Bucht
von Methoni ein wichtiger Ankerplatz. Erst durch den Fernhandel Venedigs erlangte
der Ort auch strategische Bedeutung.
Im 13. Jhdt. begannen hier die Venezianer zu bauen. 1500 fiel Methoni trotz einer
Verteidigungsmacht von 7000 Soldaten in türkische Hände. 1685 ging es
an die Venezianer zurück, 30 Jahre später wieder an die Türken.
Ein Hin und Her und jeder baute ein Stück an der Festung weiter.
In
seiner späteren Zeit war Methoni mit seinem berüchtigten Sklavenmarkt
auch Stützpunkt für die ägyptischen Truppen unter Ibrahim Pascha.
1828 wurde die Burg von den Franzosen befreit und ist seitdem griechisch.
Über eine 14bögige Brücke, die sich über einen Trockengraben
spannt und erst 1828 von den Franzosen errichtet wurde, erreicht man die Burg.
Die relativ gut
erhaltenen Burgmauern des Kastros mit ihren korridorartigen Zugängen könnten
Pate für die Kulisse von Computerspielen wie "Baldur's Gate" gestanden
haben. Einst lebten in ihnen 2.000 Menschen, was einem schon viel Phatasie abverlangt,
sich das vorzustellen, da von den Wohngebäuden fast nichts mehr vorhanden
ist.
Hat
man die innere Torwache passiert, stößt man auf eine freistehende monolithische
Säule mit antikem Kapitell, die früher noch ein Markuslöwe zierte.
Weiters finden sich ein türkisches Hamam, eine byzantinische Kirche, eine
Zisterne und die Reste eines Minaretts.

Durch
das Hafentor "Porta di San Marco" gelangt man über einen Brückendamm
mit höchst interessantem Pflaster auf die Insel Bourtsi, auf der der nun
zwei- (einst drei-)geschossige Kuppelturm steht. Er stammt aus türkischer
Zeit (16, Jhdt.), ist sehr gut erhalten und es lohnt, ihn zu besteigen, hat man
von dort aus den schönsten Blick auf die Burg, die Bucht und die Inseln Sapientsa,
Shiza und Agia Maria.

Man
sollte beim Besuch des Kastros gutes Schuhwerk tragen. Zwar ist es - außer
am achteckigen Turm auf der Insel - weitaus weniger rutschig wie an anderen historischen
Stätten, doch wer weiß schon, was alles zwischen den Steinen und der
üppigen, wildwuchernden Vegetation neben den oft engen Trampelpfaden im Gelände
zu Hause ist!
Die Steine der ehemaligen Burg finden sich in vielen Gebäuden der Gegend
wieder, da es lange Zeit üblich war, die Ruine als Lieferant von Baumaterial
zu betrachten. Zur Zeit wird sie renovert.
Noch ist der Eintritt frei!


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