DAS KASTRO, METHONI (11. 6. 2003)

Noch gut erhalten: der Turm auf der Insel

Brücke mit TrockengrabenBereits in antiker und byzantinischer Zeit war die durch die Inseln geschützte Bucht von Methoni ein wichtiger Ankerplatz. Erst durch den Fernhandel Venedigs erlangte der Ort auch strategische Bedeutung.

Im 13. Jhdt. begannen hier die Venezianer zu bauen. 1500 fiel Methoni trotz einer Verteidigungsmacht von 7000 Soldaten in türkische Hände. 1685 ging es an die Venezianer zurück, 30 Jahre später wieder an die Türken. Ein Hin und Her und jeder baute ein Stück an der Festung weiter.

Hier wacht keiner mehr.In seiner späteren Zeit war Methoni mit seinem berüchtigten Sklavenmarkt auch Stützpunkt für die ägyptischen Truppen unter Ibrahim Pascha. 1828 wurde die Burg von den Franzosen befreit und ist seitdem griechisch.

Über eine 14bögige Brücke, die sich über einen Trockengraben spannt und erst 1828 von den Franzosen errichtet wurde, erreicht man die Burg.

Die relativ gut erhaltenen Burgmauern des Kastros mit ihren korridorartigen Zugängen könnten Pate für die Kulisse von Computerspielen wie "Baldur's Gate" gestanden haben. Einst lebten in ihnen 2.000 Menschen, was einem schon viel Phatasie abverlangt, sich das vorzustellen, da von den Wohngebäuden fast nichts mehr vorhanden ist.

 Ein Hallenbau und Kirche (rechts), die noch recht in Funktion erscheint.Hat man die innere Torwache passiert, stößt man auf eine freistehende monolithische Säule mit antikem Kapitell, die früher noch ein Markuslöwe zierte. Weiters finden sich ein türkisches Hamam, eine byzantinische Kirche, eine Zisterne und die Reste eines Minaretts.

"Porta die San Marco"

Der Vorturm auf einer KlippeDurch das Hafentor "Porta di San Marco" gelangt man über einen Brückendamm mit höchst interessantem Pflaster auf die Insel Bourtsi, auf der der nun zwei- (einst drei-)geschossige Kuppelturm steht. Er stammt aus türkischer Zeit (16, Jhdt.), ist sehr gut erhalten und es lohnt, ihn zu besteigen, hat man von dort aus den schönsten Blick auf die Burg, die Bucht und die Inseln Sapientsa, Shiza und Agia Maria.

Blick auf die Burg vom Kuppelturm aus.

Festungsmauer mit RäumlichkeitenMan sollte beim Besuch des Kastros gutes Schuhwerk tragen. Zwar ist es - außer am achteckigen Turm auf der Insel - weitaus weniger rutschig wie an anderen historischen Stätten, doch wer weiß schon, was alles zwischen den Steinen und der üppigen, wildwuchernden Vegetation neben den oft engen Trampelpfaden im Gelände zu Hause ist!

Die Steine der ehemaligen Burg finden sich in vielen Gebäuden der Gegend wieder, da es lange Zeit üblich war, die Ruine als Lieferant von Baumaterial zu betrachten. Zur Zeit wird sie renovert.

Noch ist der Eintritt frei!


Tor in Tor an der Aussenseite zum Hafen gewandt.Wild zerklüftete Mauerreste

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