Parga

Um der stechenden Sonne zu entgehen habe ich am 2. Tag in Parga das Sonnendach aufgestellt und kann jetzt auch im Schatten vor meinem fahrenden Wohnzimmer sitzen. Das erleichtert die Sache ungemein und auch mein kleiner Freund kann sich im Schatten ausruhen.

vorher - nachher

Auf dem Campingplatz "Pargacamping" direkt in Parga ist es auch nicht mehr das, was es früher einmal war. Es ist Nachsaison. In der Woche, die ich dort stehe, finden sich hauptsächlich Kurzzeitcamper ein, die meist nicht einmal grüßen und mit denen man kaum ins Gespräch kommt, denn kaum haben sie aufgebaut, packen sie wieder zusammen und sind weitergefahren.
Die Campingfamilie der Vor-und Nachsaison in Parga löst sich auf - oder hat sich schon aufgelöst!

Im Ort selbst hat der Rummel noch nicht aufgehört. Sehr viele Gäste ziehen an der Promenade entlang. Man merkt aber, dass aufgrund der teilweise stark überteuerten Preise sehr auf den Euro geschaut wird.
Sogar im Supermarkt kosten 2 x 1,5 l Cola und eine Flasche Kirschsirup 7,40 Euro. 1 Dose Thunfisch 2,75 Euro und für 3 Dosen über 7,- Euro.

Bei Yannis hingegen wird das Essen immer noch gut und preiswert serviert. Das erste positive Erlebnis in Parga.

Das zweite erlebe ich, ebenfalls bei Yannis in der Taverne, als ich einen Gast aus Österreich treffe, der sich bedankt, dass wir so wirklichkeitsgetreu die Berichte verfassen und der auch unseren Spuren folgt. Am selben Abend fragt mich ein zweiter Spurenleser, ob wir damit keine Probleme bekommen, wenn wir auch über negative Dinge und Erlebnisse auf unseren Websites erzählen. Tatsächlich haben wir diesbezüglich noch keine Probleme bekommen - weil's ja stimmt.

Durch Sofoklis (Reisebüro Kryoneri Travel) wird mein Fährticket von Abfahrt in Patras auf Abfahrt in Igoumenitsa umgebucht, so muss ich nicht mehr zurück nach Patras und habe mehr Zeit, den Lead hier und in der Umgebung zu bewegen, damit er das Laufen nicht verlernt. Ich plane, zu den Quellen des Acheron River zu fahren, um wieder nette Fotos zu ergattern.

Aber es gibt auch schönes zu berichten: Ein großes Lob an die Camper und an Parga Camping, da meine Seifenschale, die ich im Waschraum vergessen habe, nicht über Nacht verschwunden ist!

14. 9. 2008

Während des Grandprix von Monza und dem Start-Ziel-Sieg des Rennfahrers Sebastian Vettel auf seinem "Toro Rosso" (Red Bull) reißt mir eine Windböe fast das Sonnendach weg. Ich verspanne es mit einem zusätzlichem Haring und werde später bereuen, es nicht gleich weggepackt zu haben ...

15. 9. 2008

Gegen viertel Vier in der Nacht werde ich durch ein heftiges Unwetter geweckt. Rundherum gehen Blitze nieder und der laute, fast durchgehend andauernde Donner erledigt den Rest meiner Nachtruhe. Durch den starken Regen haben sich Wassersäcke auf dem Sonnendach gebildet, die schon fast am Tisch und am Roller aufliegen. Ich muss also mehrmals raus ins Gewitter und die Plane ausleeren.

So gegen 4 läßt der Regen ein wenig nach, das Blitzen und Donnern ist schon weggezogen. So wie es aussieht, kann ich den für heute geplanten Ausflug zu den Quellen des Acheron Rivers wegen anhaltendem Schlechtwetter vergessen. Allerdings ist der natürliche, würzige Duft der nassen Erde wirklich erfrischend.
Im Morgengrauen versucht eine zügige Brise alles zu trocknen und ich schlafe wieder ein.

Es ist 11 Uhr geworden, es kommt mir vor, als wäre es wie vor einigen Jahren, als der Regen nicht mehr aus Parga wegfand. Weiße Wasserwände ziehen über den Campingplatz und auch das Donnergrollen kommt immer wieder zurück.
Die Sonne startet aber schon die ersten Angriffe gegen das schlechte Wetter und ich hoffe der Sieg ist bald erreicht.

13:15 Uhr: Leider bin ich in meinen Erwartungen zu zuversichtlich. Neuerdings prasselt starker Regen nieder und das fast trockene Sonnendach ist wieder naß.
Wieder rundherum Donner zu hören und ich kann nur hoffen nicht mit dem nassen Stück Stoff am Donnerstag die Heimreise anzutreten. Mein Gasverbrauch steigt rapide an, denn so selten ich mir bisher etwas Warmes zu trinken gemacht habe, umso öfter tue ich es jetzt bei diesem unfreundlichen kalten Regenwetter.

13:40 Uhr: Hat die Sonne wirklich gesiegt? Zumindest ist sie einmal da, obwohl es noch regnet. Dann könnte ich ja am Abend wieder mit genug Stromversorgung rechnen und eventuell das getrocknete Sonnendach einpacken.

14:40 Uhr: Der Himmel vedunkelt sich und wieder fallen Tropfen, die Freude verfliegt wieder.
Diesmal war es nur ein kurzer Regenschauer und danach trocknet alles noch rechtzeitg zum Einpacken.
Aber am Strand von Parga brandet die Gischt bis über die Kaimauer.

3 Tage vor meiner Abfahrt bekomme ich dann noch Besuch einer 71 jährigen Amsterdamerin, die mit ihrer Virago 535 wegen dem Regenwetter nicht über den Katarrapass nach Meteora sondern nach Parga fährt und dort ihr Zelt aufstellt, um die Gegend zu geniessen.


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Alle Texte und Fotos, wenn nicht anders angegeben, © Tatjana Suchovsky und Rudi Benesch.


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