Meine
Fahrt beginnt am Sonntag den 27.Mai und bringt mich dank eines übereifrigen
Tankwartes zum Phyrnpass, den ich hin und zurück meistern darf. Eine schöne
Strecke, mit dem Motorrad wärs mir lieber gewesen, aber der LT macht sich
ganz gut!
Endlich bin ich auf der richtigen Strecke nach Radstadt und Altenmarkt, wo ich
bei Rosemarie (Haus Rainer)
einen Zwischenstop einlegen will.

Ich werde, obwohl ich unangemeldet komme, herzlich begrüßt und zu einem Grillnachmittag eingeladen. Das Wetter spielt auch mit und wir verbringen eine nette Grillerei.



Am nächsten
Tag geht's dann über die Tauernautobahn in Richtung Italien.
Nach dem 2. Tunnel auf der italienischen Seite empfängt mich ein Donnerweter.
Der Scheibenwischer schafft das viele Wasser gerade noch.




Nach 30 km ist der Regen vorerst vobei, aber leider wird es nach dem Umbuchen der Reise von Dienstag auf Montag auch in Venediig sehr nass von oben!




Endlich eingeschifft
und ab gehts. Auf der ANEK Line hab ich die Kriti 1 erwischt. (Wie ich von Sofoklis
erfahre ist es wieder einmal die letzte Fahrt des Schiffes!)
Es gibt ein Campingdeck, ein riesiger Vorteil wenn man sich selbst den Kaffee
kochen und selbst Mitgebrachtes verspeisen kann. Die Preise haben sich seit dem
Vorjahr verdoppelt!
Alles was mit Kaffee zu tun hat kostet mindestens 2,40 Euro, drunter gibts nichts.
Ein Stück Kuchen 3,20 Euro!
Der Seegang ist so wild, dass mir nach kurzer Zeit schon sehr schlecht ist. Nach
dem Schlafen geht's wieder und wir nähern uns der nächsten stürmischen
Front. Gegen 21 Uhr bin ich dann froh, dass wir in Igoumenitsa anlegen. Nach einer
halben Stunde bin ich dann auch mit dem Auto aus dem Schiffsbauch draußen.
Die Straßen in Richtung Parga sind besser geworden. Seltsamer Weise kommen
mir in der stockdunklen Nacht keine Autos entgegen, obwohl die Staße wunderbar
ausgebaut ist. Aber es gibt immer wieder nur zweispurige Teilstücke dazwischen.
Ausgerechnet auf diesen kommen mir die großen Fernlaster entgegen! Es geht
aber alles in Ordnung und nachdem ich rechts in Richtung Parga abgebogen bin,
haben sie mir dann ohne Vowarnung die Straßenmarkierung weggenommen. Eine
langsame Fahrt für die nächsten Kilometer ist angesagt.
In Parga angekommen finde ich mich im ersten Moment ger nicht zurecht, alles wurde
und wird noch umgebaut!


Ich stelle den
LT am Straßenrand ab und suche die Abzweigung Richtung Yannis. Nachdem ich
sie gefunden habe gehe ich die Straße zu Fuß entlang, um zu schauen,
ob ich mit den 6,6 Metern des LT auch durchkomme und um die Ecken fahren kann.
Ein wahrlich ungewohntes Bild empfängt mein Auge. Die Straße ist asphaltiert
und viel breiter als früher.

Ich hole das Auto und bleibe in 2. Spur vor der Taverne Yannis stehen. Zuerst
werden alle herzlich begrüßt und wundern sich weil ich schon da bin.
"Du solltest doch erst morgen kommen!" sagen Sie
Der Fahrer des Wagens, der mir im Weg steht, wird gefunden und ich parke mich
irgendwie ein. Am nächsten Tag in der Früh ist der Platz leer und ich
stelle den LT um, lade das Motorrad aus und mich gelüstet es sofort eine
Runde zu drehen.
Ich entschließe mich, nach der Fahrppause von einem Tag weiter in Richtung
Evia zu fahren. Möglicherweise erwische ich die richtige Abzweigung nach
Karpenisi. Ich frage Christos von der Terra-Bar, ob der Pass gut zu fahren ist
und sein Kommentar: Ja, zur Zeit liegt kein Schnee - nur sehr viele Kurven!
"Wir werden sehen", sage ich und nehme mir die Strecke zumindest einmal
vor.
Alle Texte und Fotos, wenn nicht anders angegeben, © Tatjana Suchovsky und Rudi Benesch.
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