Patras


In Patras angekommen, fahre ich auf direktem Weg zum Hafen und suche mir dort einen Parkplatz für die Dauer der Umbuchung meines Tickets zurück nach Venedig. Von der netten Dame am Schalter erfahre ich, dass das nicht mehr geht, weil die Fähre vor fünf Minuten ausgelaufen sei. Nach einer Denkpause hatte ich dann zwei Möglichkeiten: warten bis Donnerstag und ohne Camping an Bord nach Venedig oder nach Ancona und mit Camping an Bord und das einen Tag früher. Also entscheide ich mich für Ancona und Camping an Bord, bringt ja doch einiges an Ersparnis!

Auch ist das Schiff mit 32 Knoten unterwegs und nicht wie das nach Venedig mit 22 Knoten. Ich habe also noch eine lange Nacht in Griechenland. Bleibe ich in Patras oder fahre ich ein Stück nach ausserhalb und schlafe auf einen Campingplatz? Zuerst suche ich mir aber einen besseren Parkplatz, zu meinem Glück finde ich den in der Nähe der Hellenic Spirit, der von mir gebuchten Fähre.

rechts die Hellenic Spirit

Die Fähre liegt schon im Hafen und wartet aufs Auslaufen am nächsten Tag. Durch diesen angenehmen Parkplatz im Hafen beschließe ich in Patras zu bleiben, lerne einen netten deutschen Weltenbummler kennen, der sein kleines Auto zum Wohnmobil umgebaut hat, jetzt nach Athen fährt und von dort aus nach Kreta, um ein nettes Quartier zu finden. Seine Frau wird dann mit dem Flieger nachkommen.
Campingbus in KleinformatEr hat alles, was er mitbraucht und was man eventuell zum Campen gebrauchen könnte, in seinem kleinen roten Auto untergebracht und ein Bett im Auto, auf dem er ausgestreckt liegen kann. Das Fahrrad ist mit und ein Tisch mit eingebautem Sonnenschirm und und und.
Stundenlang erzählen wir einander selbst Erlebtes und wie es besser gehen könnte. Zum Abschluss kochen wir uns noch guten Kaffee im Bus und wünschen einander eine gute Nacht. Am nächsten Morgen bekommt er von mir Kaffee und ich von ihm das Brot mit Quittenmarmelade dazu.

Am nächsten Tag heißt es, das Fährticket beim Anekschalter bestätigen lassen und dann ist die restliche Zeit des Tages bis zur Abfahrt frei.
Ein bisserl umschauen in Patras und noch einiges einkaufen - am Campingdeck heißt es ja sich selbst verpflegen sonst erspart man sich nichts!
Nach langem Suchen finde ich in Patras ein Lebensmittelgeschäft, dort erstehe ich neben Milch und Getränken auch Kekse. Zuerst greife ich zu einer schönen Packung die bei 30 Gramm 1,80 Euro kostet. Daneben stehen aber auch welche die 1,90 Euro kosten und keine Schokolade dabei haben, allerdings ist das ein Kilo und das wird dann natürlich sofort gekauft.

Alle Texte und Fotos, wenn nicht anders angegeben, © Tatjana Suchovsky und Rudi Benesch.


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