Euböa / Evia - Patras

Eine drohende Regenwolke überschattet das gegenüberliegende Ufer des Festlandes, als wir unser Lager abbrechen. Doch wir schaffen es, vor dem ersten Regentropfen alles im Bus zu verladen und uns von unseren niederländischen Nachbarn und deren netten Schäferhund zu verabschieden.

Bei Regen beginnen wir die Strecke nach Patras. Als wir durch Chalkis, die Hauptstadt der Insel Evia/Euböa kommen, bemerken wir verbranntes Land. Vor einigen Tagen waren wir auf unserer kleinen Tour hier noch gefahren, es war noch alles grün um uns. Die Rauchwolke, die wir 30 km entfernt vom Campingplatz Milos aus gesehen haben, war also tatsächlich ein Feuer gewesen, das große Flächen vor der Stadt eingeschwärzt hatte.

Bald beruhigt sich das Wetter. Zwar hängen die Regenwolken tief, doch sie halten ihre feuchte Ladung zurück. In Arachova, der kleinen Bergstadt vor Delphi, ist ein Zwischenstop eingeplant. Endlich einmal dort die Geschäfte durchschauen, die mit ihren vielfältigen Leder- und Fellwaren vor den Läden zum Einkauf verlocken. Tatsächlich finden sich einige schöne Stücke, die zu gutem Preis in unseren Bus eingeladen werden.

Zufrieden mit der Beute geht es weiter nach Delphi. Brav bewältigt unser Bus Pepi das Nadelöhr der Stadt mit ihren ganz ansehnlichen Gefällen und Steigungen. Eine gute Kupplung und Bremse ist hier unbedingt Pflicht!

Nun folgt wohl das schönste Stück der Strecke für all jene, die Kurven mögen: von Delphi hinunter ins Tal hinter Itea. Einmal mehr fasziniert uns die herrliche Streckenführung, die mit einer großen Links-Herum-Kurve - wo eine rechts herum zu bauen nicht möglich war - noch gewürzt wird.

Wir tauchen ein in das Tal, in dem weitläufige Ölbaumpflanzungen das Auge erfreuen.

Itea liegt hinter uns. Nun begegnen uns die roten Müllsäcke wieder - diesmal nicht an der Straße entlang, sondern bereits gesammelt auf Parkplätzen. Wohl rückt der Zeitpunkt näher, an dem sie auch einmal abgeholt werden - hoffen wir zumindest.
Auf der Strecke nach Nafpaktos begegnen uns einige landschaftliche Schmankerln, einiges was typisch griechisch ist, aber auch immer wieder kleinere und größere verbrannte Flächen, die unser dahin geschultes Auge nun auch entdeckt.

Schwer betroffen ist die Hügelkette hinter Nafpaktos. Dort hat ebenfalls ein Feuer gewütet, das ziemlich nahe an die Wohnhäuser gekommen ist.

Noch wenige Kilometer bis zur Brücke, die sich über den Patraikos Golf nach Patras spannt.


Alle Texte und Fotos, wenn nicht anders angegeben, © Tatjana Suchovsky und Rudi Benesch.


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