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Auf der "Bikerwelt" findest du zahlreiche Tipps zum Thema Sicherheit, zusammengetragen aus allen Windrichtungen.
Gleich keimen Fragen auf: Ist das alles wirklich wichtig? Trübt es denn nicht
den Fahrspaß, wenn man schwer gepanzert auf dem Radl sitzt? Nützt das
alles etwas, wenn man sich auf der Autobahn hinlegt und der LKW überrollt
einen?
In erster Linie muß sich jeder in "seiner" Kluft wohlfühlen.
Wenn dich der Panzer dermaßen einengt, daß er dich in der Konzentration
stört, wird es deine Sicherheit eher beeinträchtigen. Ein anderer fühlt
sich wiederum nur in Helm und Handschuhen wohl, und das sogar bei 45° C im
Schatten - er wird unsicher, wenn man ihm Helm und Handschuhe wegnimmt.
Dumm wäre es allerdings, wenn du einen krassen Sturz ohne Kratzer überlebt
hättest - wäre da nicht der Kuli in der Brusttasche gewesen, der dir
in der Lunge steckt.
Man kann endlos darüber philosophieren. Und das tun sie auch, die Biker beim
Benzinplaudern.
Absichern kannst du dich gegen Gefahren, die dir bekannt sind. Dazu bietet der
Handel gegen guten Euro allerhand Zeugs und Dienstleistungen an.
Gibst du dein Motorrad zum Fühjahrsservice, ohne daß es gravierende
Mängel zeigt, entdeckt der Mechaniker ev. genau den Fehler, der dir in den
nächsten Kilometern bei höherer Geschwindigkeit zum Verhängnis
geworden wäre. Dafür bezahlst du ihn.
Ein billiger Helm, in den bei Regen Wasser eindringt und dem Brillenträger
die Fahrt zum Blindflug werden läßt, ist weniger sicher als ein teurer,
der dicht ist und gute Belüftung hat.
Sicherheit ist also käuflich. Was unabgesichert bleibt, ist das, womit du
nicht rechnest.
Was noch nicht im Doppelpack zum Sonderpreis im Regal steht, ist die Vernunft
und das Können.
Letzteres kannst du dir auf verschiedene Arten aneignen.
Mit der Vernunft kann dir niemand helfen!
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