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Draußen
lag Schnee. Das unwirtliche Wetter passte zum Anlass des Treffens. Der Tradition
folgend, kam das Spendengeld den Hinterbliebenen eines tödlich verunglückten
Motorradfahrers zugute: den Eltern von Ploho.
Ploho
starb nicht im Straßenkampf (wie man meist denkt, wenn man von einem tödlich
verunglückten Motorradfahrer hört). Er war im Auftrag des österreichischen
Staates im beruflichen Einsatz, als er im Wasser stehend ein T-Stück in eine
Wasserleitung einsetzen wollte und mit einem Seitenschneider ein Kabel durchtrennte.
Das Kabel führte jedoch Strom. Für den 22jährigen, der bei seinen
Eltern wohnte und kurz zuvor ein neues Haus für die Familie angeschafft hatte,
kam jede Hilfe zu spät.
Nun sind Gutachter, technische Betriebsleiter und andere Experten am Werk, um
die Ursache des Unglücks zu klären - und das Ergebnis sowie eine "Schadensersatz"-Zahlung
des Staates wird wohl noch lange auf sich warten lassen. So lange wollten die
Outsider und die Besucher des Memorials die Eltern, die nicht nur den Sohn, sondern
auch den einzigen Erwerbstätigen in der Familie verloren hatten, nicht hängen
lassen. Die Spende kann zwar nicht ihren Schmerz lindern, aber einen Teil der
Kosten für das neue Haus abdecken, was ihnen in ihrer angespannten Situation
das Leben etwas erleichtern soll.
Die Eltern Plohos konnten aus physischen und psychischen Gründen nicht am
Memorial erscheinen. So übernahm Präsi Pauli vom Spiders MC Burgenland
stellvertretend die Spende entgegen.
Der
National Vice Präsident des Outsider MC Vienna, erklärte ausdrücklich
- um allen Gerüchten ein Ende zu machen: "Die Spende kommt nicht dem
Spiders MC zugute, sondern den Eltern Plohos!"
Nach der Schweigeminute, in der allen während der Saison (tödlich) verunglückten
Motorradfahrern gedacht wurde, kehrte bald wieder die fröhliche Stimmung
zurück, die noch bis weit nach Mitternacht anhielt und von den Gruppen "Stranz
Band" und "Strict Area" sowie zu späterer Stunde "Schumi"
musikalisch unterstrichen wurde.
 


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