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Gespanntreffen in Maria Lanzendorf
30. 11. - 2. 12. 2001
"Temperatur 2° C", sagt der Mann im Radio für diesen
Samstag an, was ca. 20 Gespannfahrer und einige verwegene Einspurige jedoch nicht
daran hindert, Maria Lanzendorf anzupeilen, wo Gerhard Rheden zum Krampustreffen
geladen hat. Pünktlich um 11 Uhr vermummen sich die Fahrer; die Mädels
und Burschen in den Beiwagen wickeln sich in Decken und los geht's zur gemeinsamen
Ausfahrt. Die Sonne meint es gut mit uns, kämpft gegen die Wolken und siegt.
Doch dann passiert, was menschlich ist ...
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"Voller
Tank und leere Blase" - nicht immer hält sich der menschliche Körper
an diesen Spruch. Rudis Augen werden immer gelber - wir halten an, um einen Baum
zu gießen, da verlieren wir den Konvoy. Wie hieß der Ort, den Gerhard
zum Mittagessen anfahren wollte???
Zum Glück haben wir die Einladung mit Gerhards Handynummer mit, doch statt
seiner männlichen Stimme meldet sich immer nur die weibliche der Mailbox.
Plan- und ziellos irren wir eine Zeitlang durch Niederösterreich, suchen
einen Konvoy von Beiwagenmaschinen, entdecken dabei herrliche Straßerln,
doch eine Handy-Direktverbindung zu Gerhard schaffen wir vorerst nicht. Endlich
Kontakt! Wir wissen wieder, wohin wir fahren sollen.
In
Hochrotherd finden wir sie beim Mittagessen wieder und haben gelernt: Auch wenn
alles noch so einfach erscheint, laß dir immer vom Veranstalter den Treffpunkt
mitteilen! Und Gerhard nimmt sich vor, das nächstemal entsprechende Toureninformationen
zu verteilen. Immerhin waren es diesmal so viele Teilnehmer wie noch nie, und
mit diesem Problem hat auch er nicht gerechnet.
Gute,
gemütliche Bikertreffen sprechen sich eben herum! Die Route der gemeinsamen
Ausfahrt dieses Treffens findet ihr bald als 14. Nö-Tour.
Zum Abschluß der Mittagspause gibt Franz "a capella" ein Lied
von Piron und Knapp zum besten. Die Horde tobt vor Begeisterung. "Zugabe!
Zugabe!" Er gibt sie gern - und muß danach noch eines drauflegen.
Alle hätten ihm noch gerne weiter zugehört, doch Gerhard mahnt zum Aufbruch.
Die höheren Hügel unserer Tour sind bereits dick mit Rollsplit bestreut
und die Straßen sind arg verschmutzt, da ist Gemütlichkeit und höchste
Aufmerksamkeit angesagt.

Zurück am Platz entdecken wir eine Zündapp mit Fußrasten vorne,
die wir eigentlich nur von Kunstfahrrädern kennen. Sollte da eine attraktive
Sozia als Lenkerdekoration mitfahren können?

Ihr Besitzer klärt uns auf: Das Gefährt wurde konzipiert, um extreme
Steigungen zu überwinden. Dazu stellt sich eine Person vorne drauf, um sie
am Zurückkippen zu hindern. Ob der Fahrer dann noch viel sieht, ist eine
andere Frage.

Wir
entdecken noch ein weiteres Unikat: ein mächtiger Zusatzmotor erregt allgemeine
Aufmerksamkeit.
Die Funktion ist schnell erklärt: Der Oldtimer schafft es mit der Originalstromleistung
nicht, die geheizten Jacken zu versorgen - also mußte ein zweiter Motor
her. Wenn schon im Winter unterwegs, dann will man es auch warm haben und so ein
geheiztes Jackerl ist schon eine feine Sache!

Bereits
zweimal hat Gerhard seinen Stammgästen für die Treffen im Pfarrgarten
der Kirche Schnee versprochen, nie wurde etwas daraus.
Diesmal gibt es wieder keine weiße Pracht in Maria Lanzendorf, aber ein
prächtiges Gastgeschenk für Gerhard: eine Kühltasche voll Schnee
aus Ybbsitz (Nö), wo vom 3. - 6. Jänner 2002 das Dreikönigstreffen
stattfinden wird - und das garantiert im Schnee!
Der
Nachmittag geht mit einem herrlichen Sonnenuntergang in den Abend über. Am
Buffetwagen erhält man Kartoffelpuffer, Würstel, Gulaschsuppe, Kaffee
und andere wärmende Getränke zu Selbstkosten.
Am Lagerfeuer ist es etwas wärmer und dort treffen wir auch den "Wickinger"
und Herbert aus Augsburg (D) wieder. Es wird fachgesimpelt, Benzin geplaudert
oder einfach nur die gemütliche Stimmung genossen. Ein herrlicher Tag an
der frischen, kühlen Winterluft in netter, angenehmer Gesellschaft neigt
sich dem Ende zu, hat das Hirn ausgelüftet und über die Winterdepression
hinweggeholfen.



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