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So war es dann auch. Die meisten Niederösterreicher hatten
mit Hochwasser zu kämpfen, entweder als Einsatzkräfte oder als Betroffene.
Es war nicht verwunderlich, dass niemand der Echt'n mitfahren wollte, denn die
Gewitterwolken die den ganzen Tag über Niederösterreich hingen, verdarben
jeden Spaß am biken.
Präsi startete um 14:10 Uhr vom Club und traf sich mit Sabine, Jimmy und
den Twins am Parkplatz vom Schachterlwirt [Filiale einer weltweiten Burger-Kette
mit schottisch anmutendem Namen] in Leobersdorf um 14:35. Also ziemlich Gaas
gegeben am Bandl [auf der Autobahn]. Das Treffen war bestens beschildert,
schon 20 km vorher ein Plakat nach dem anderen. An der Einfahrt zum Wald sind
wir vorbeigefahren. Kurz gewendet und schon fuhren wir auf einem Feldweg bergauf.
Als Präsi sein Bike abstellte, war man gerade dabei, das Begrüßungsstamperlbankerl
aufzubauen. Absolut freundlich wurden wir begrüßt und gleich nach den
Wünschen gefragt. Ich entschied mich für den Williams. Der wiederum
hinterließ ein unbestimmtes Brennen im Hals, das mich gar nicht an Birnen
denken ließ - na wurscht. [Auch egal.]
Nachdem Sabine & Jimmy mit den Twins und dem Wagl den Berg bezwungen hatten,
machten wir uns auf, das Gelände zu erkunden.
Das Gelände
Das Festgelände lag absolut hochwassersicher am Eingang eines bereits
vor Jahren geschlossenen Bergwerks. Höchstens ein Bergrutsch oder ein Einbrechen
alter Stollen könnte das Treffen noch verhindern. Die Kodiaks haben sich
alle Mühe gegeben. Rechter Hand war die Musikbühne und der ca. 20 Meter
tiefer liegende Zeltplatz, mittig lag die Schnapsbar in einem alten Planwagen.
Linksseitig der Peckerlmeister [Tattookünstler] mit Gefolge, dann
die allseits beliebten Versorgungsstandln, Bonkassa, Leberkäse, Brutzelfleisch,
Kaffee und Kuchen, in selbiger Reihenfolge. Etwas höher gelegen die Flüssigkeitsversorger
mit allem was das Bikerherz begehrt.
Das Festl
Bestens mit Bons ausgestattet (10 Bons 5 Eulen [Euro]) stiegen wir zu
den Getränkestandln auf. Bene, der Präsi lehnte auf einer der drei bestens
für eine Bar geeignete große Kabeltrommeln, als er uns erblickte. Ich
sah richtig die Freude in seinen Augen, als er uns Echte sah. Während wir
uns begrüßten, wurde bereits ein Radler eingeschenkt. Die Preise waren
ok. 5 Bons für 1/2 Liter Getränk, ebenso für Colamischgetränke
und Longdrinks an der Schnapsbar. Stamperl selbst für 3 Bons. Natürlich
standen wir ewig an den Kabeltrommeln, da Präsi wieder einige Biker kannte
und bereits mit ihnen im Gespräch war. Währenddessen immer wieder kritische
Blicke zum Himmel, wo dunkle Gewitterwolken sich mit Sonnenschein ablösten.
Während wir uns unterhielten und Schmäh führten [herumulkten,
Spaß hatten] baute die Band "Reaktiv" auf und machte den Soundcheck.
Im Hintergrund lief immer wieder Michael Jackson, der sich einen Tag zuvor zu
Elvis Presley, Buddy Holly, Freddy Mercury und John Denver gesellt hatte, um mit
ihnen ab sofort gemeinsame unendliche Jam Sessions abzuhalten.
Bene war bemüht alle ankommenden und abfahrenden Gäste zu begrüßen.
Es war ein Kommen und Gehen, denn wie gesagt, der Regen und das Wasser hielt die
Leute in Atem. Der eine musste nach Hause auspumpen, die anderen schlafen gehen,
weil sie die ganze Nacht pumpten oder wem anderem halfen. Der benachbarte Club
MC Soldier musste auch wieder weg, da sie heute im Clublokal den Elektriker oder
Installateur zu Besuch hatten. Doch für einen Anstandsbesuch hatten sich
alle Zeit genommen. Ebenso zwei Member der Snow Hill Drivers. Wir unterhielten
uns noch eine Weile bestens mit Schnuderl und einigen anderen (solltet ihr dies
lesen bitte nicht böse sein, dass ich mir eure Namen nicht gemerkt habe).
Als wir wieder beim Aufbruch waren, war Präsi Bene gerade dabei seine
Sünden abzubüßen, da er sich freiwillig in ein Beiwagl einer Puchernen
250 TF setzte und der Fahrer so einige Runden mit ihm drehte, jedoch immer im
Trift. Der Gatsch [Matsch, weicher Boden] machte es so richtig schön
rutschig. Der Fahrer: "Mocht nix, des kärcha ma oh und daun geht's scho
wieda." [Macht nichts, das spritzen wir mit dem Kärcher ab, dann
geht das wieder.]
Wir verabschiedeten uns, nicht ohne ein Präsidentenfoto zu machen und
fuhren zu Sabine und Jimmy heim, ehe wir zum Treffen der Blue Knights III nach
Nickelsdorf aufbrachen. Wie eingangs gesagt, immer zeitgleiche Termine.
Resümee: De Burschn - olle leiwaund [großartig] und schwa
in da Uadnung [ok], das Gelände bestens geeignet für alle Unanständigkeiten,
da weit entfernt von jeglicher Zivilisation, aber voll gemütlich und es lädt
zum Wiederkommen ein, dass wir sicher auch machen werden.
Text und Fotos: Andi, Präsi der "Echt'n"
[Übersetzung: Tjaky]

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