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Guzzifahrer sind diesmal gekommen, die sich an der Rezeption melden (und viele
andere, die keinen Wert darauf legen, statistisch erfasst zu werden, die einfach
"nur so" vorbeischauen). Der am weitesten Angereiste kommt aus Spanien.
Wir treffen Italiener und Deutsche aus Kirchberg im Saarland. Wer nicht gratis
zelteln oder in der Turnhalle nächtigen will, dem ist Vroni, die Präsidentin
der Kirchberger Guzzisten, gerne bei einer spontanten Quartiersuche behilflich.
Wir
werden auch dieses Jahr nicht enttäuscht. Die Stimmung ist gut - wie immer
-, das Programm auch. Bereits traditionell kommen wir zu spät zur großen
Ausfahrt. Als sich die Gruppe rüstet, um sich den größten Zuchtbullen
der Umgebung anzusehen, sind wir gerade abgestiegen ... naja, nächstes Jahr
ein bisschen früher losfahren (nehmen wir uns vor). Die Bullenschau wäre
schon interessant!
Also laben wir uns am traditionell guten Buffet, wählen aus dem traditionell
reichhaltigen Angebot von Steckerlfisch bis Mehlspeisvielfalt und stellen fest,
dass die Preise nicht gestiegen sind, denn die Preistafeln sind die selben wie
im Vorjahr. Neu: der Häferlkaffee im Salettl, über den sich besonders
Rudi freut.
 
Wir
schlendern über den Platz. Bierkistenklettern, Luftdruckpistolen- und Bogenschießen
ist angesagt. Die Besten werden abends prämiert. Das Schwimmbad ist geöffnet
und findet diesmal auch Zuspruch, denn die Sonne knallt vom Himmel.
Zwischen den vielen hübschen Radln finden sich auch einige Besucher aus dem
Ort, die sich in friedlichem Miteinander unter die Biker mischen. Auch der Pfarrer
kommt vorbei und schaut sich ein bißchen um, ganz privat.
Am
Most-Stand unterhalten die Guzzisten persönlich mit volkstümlicher Live-Musik.
Inzwischen sind ein paar Wolken über den grünen Hängen des Wechsel-Gebirges
aufgezogen. Der ebenfalls bereits traditionelle Blick zum Himmel, ob das Wetter
halten würde, bleibt nicht aus.
 
Immerhin
steht ja noch die traditionelle kleine, durch die Gendarmerie abgesicherte Präsentations-Ausfahrt
zum Fischteich des Forellenzentrums "Wechselforelle" an - und die lassen
wir uns auf keinen Fall entgehen! Zuerst zieht die lange Kolonne, bewunken von
der lokalen Bevölkerung, eine nette, zügige Runde über St. Corona
und Unternberg hinauf auf den Berg, wo Petrus nun - ebenfalls traditionell - doch
ein paar Tröpfchen aufs Visier spritzt.
Dann zum Hübsi zugefahren, der wiederum verschiedene Getränke bereitgestellt
hat und mit Kostproben seiner Forellenbrotaufstriche leckere Schmankerln kredenzt.
Diesmal flüchten die Fischer nicht vor dem ca. 200 Motoren starken Gebrumm.
Sie machen weiter - und die Fische lassen sich beim Anbeißen auch nicht
stören.

Wir
schauen uns noch die Prämierungen und die Auslosung der gesponserten Preise
an, dann müssen wir uns verabschieden. Während die Band für die
Abendunterhaltung aufbaut, nehmen wir uns in frischer, würziger Luft der
Voralpenwälder die Straße unter die Reifen.
Die Kirchberger Guzzisten haben mit viel Erfahrung ein Festl mehr auf die Beine
gestellt, das zwar viele Guzzi-Fahrer anlockt, aber trotzdem für alle zugänglich
ist, wo man Tourenerfahrungen austauschen, Freunde treffen und neue Bekanntschaften
schließen kann.




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