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Gegen
7 Uhr finden sie sich am Wiener Westbahnhof ein: die Kinder aus Wien und Oberösterreich
mit ihren Begleitpersonen, die "Gelbjacken" der Toy-Run-Crew und die
Motorradfahrer, die den Konvoi der Busse nach Herzogenburg eskortieren. Die Kinder
aus Niederösterreich reisen direkt an. Kinder aus folgenden Organisationen
konnten durch die Spenden an die Toy-Run eingeladen werden: NÖ-Landesjugendheime
Schwedenstift, Matzen, Pottenstein, Reichenauerhof, Schauboden, Volkshilfe Heim
Pitten (NÖ), Kinder- und Jugendsozialeinrichtung "help4you", Linz
und Mühlviertel (OÖ), Wiener Volkshilfe-Kinderbeteuungs-Wohngemeinschaften,
KinderWohnZentrum in Schwechat (NÖ), Kinderheim "Europahaus des Kindes"
in Wien, Caritas-Betreuungseinrichtung "Am Himmel", August Eichhorn-Kinderzentrum
sowie 30 Kinderwohngemeinschaften der Wiener MAG 11.
Zusätzlich
zur Übernahme der Kosten für die Anreise der Kinder und Betreuer ist
auch ein Mittagessen im großen Speisesaal des Stiftes einkalkuliert. Jause
und Eis runden das kulinarische Programm ab. Für jedes Kind gibt es auch
noch ein kleines Taschengeld, da nicht alle Stationen der "NÖ Kindersommerspiele"
gratis sind, sondern da und dort ein kleiner Unkostenbeitrag bezahlt werden muss.
In den Sälen, Höfen, Gärten und rund um das Chorherrenstift
warten unzählige Spiel- und Spaßmöglichkeiten auf die Kinder,
die nun einzeln oder mit ihren Betreuern - alle erkennbar durch ein gelb-weißes
Toy-Run-Kapperl - alles, was sie interessiert, auskosten dürfen.
Da werden ...
Theater und Musikdarbietungen von Kindern für Kinder geboten, |
es finden sich Puppenspieler und ein kompletter Zirkus, |
die Kinder dürfen Modellautos fernsteuern, |
die Bedienung eines echten kleinen Baggers übernehmen, |
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| sie können basteln, batiken und sich Masken anfertigen lassen, |
die ganz kleine Welt durch ein Mikroskop erforschen, |
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| an Geschicklichkeitsbewerben teilnehmen, |
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| im Indianerdorf Speere und Kopfschmuck herstellen, |
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| das Melken einer Kuh ausprobieren, |
tauchen in kompletter Ausrüstung, |
klettern und abseilen ... |
... es gibt so viel zu sehen, zu erleben und zu tun, dass man gar nicht alles
aufzählen kann!
Mitten
im Trubel findet sich das Toy-Run-Motorrad, auf dem kurz entschlossen Probst Maximilian
Fürnsinn, der Leiter des Stiftes Herzogenburg, aufsitzen will, was sich jedoch
mit der Soutane als um einiges schwieriger als mit Motorradkluft herausstellt.
Er schafft es unter viel Beifall und vor ihm nimmt Liese Prokop, Innenministerin
und ehemalige Olympiasiegerin, Platz. Das Gefühl, ein mächtiges Motorrad
unter sich zu haben, mach den beiden, wenn auch ohne Fahrtwind, riesigen Spaß.
Um
15 Uhr steht Motorrad fahren für die Kinder am Programm. Der kleine Rundkurs
in Herzogenburgs Innenstadt ist durch die Gelbjacken der Toy-Run-Crew abgesichert
und Biker stellen sich und ihr Motorrad zur Verfügung, um die Kinder mit
auf die Fahrt zu nehmen. Ganz brav stellen sich die Kleinen und Größeren
an. Noch braver verhalten sie sich am Sozius.
 
Die meisten der Biker machen das nicht zum ersten Mal. Sie und die Helferinnen
erklären den Kindern, die natürlich einen Helm tragen müssen, ganz
genau, wie sie sitzen und sich anhalten müssen. "Ist euch noch nie eines
runter gefallen?" erkundige ich mich bei einer der Gelbjacken. - "Nein",
sagt Hans. "Sogar die größten Rabauken werden ganz brav und wenn
es ein sehr kleines Kind ist oder eines, bei dem man sich nicht sicher ist, dass
es wirklich ruhig sitzen bleibt, dann fährt ein Erwachsener mit ihm mit,
der es festhält."

Gegen 16 Uhr haben die Betreuer die wohl schwierigste Aufgabe an diesem Tag:
die Kinder einzusammeln und sie in den richtigen Bus zu setzen, denn es geht wieder
zurück nach Hause. Durchzählen, kontrollieren und, wenn alle da sind,
abfahren. Die Toy-Run-Crew steht geschlossen am Parkplatz Spalier und verabschiedet
jeden der Busse mit einer Welle.
"Sind das nicht diese Motorradfahrer, die für die Kinder sammeln?"
fragt ein älterer Herr, der die Szene im Vorbeigehen beobachtet, seine Begleiterin.
Man kennt sie eben, nicht nur in Biker-Kreisen.

So neigt sich wieder ein Tag zu Ende, der in den Annalen auf www.toyrun.at
im Kapitel "Am Rande" einfließen wird. Für die Kinder, ihre
Betreuer, die Toy-Run-Crew und die Motorradfahrer war es jedoch ein unvergessliches
Erlebnis.

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