1st
Vienna Bikenight
2. 7. 2005
Wenn sich drei Clubs zusammentun, um ein gemeinsames Bikertreffen zu veranstalten,
ist das eine interessante Sache. Die Promotion war gut und nicht zu aufdringlich,
die eigens für die "1st Vienna Bikenight" geschaffene Website
gut und informativ. Dann erreicht uns die Nachricht per Email: "ACHTUNG!
Neue Adresse: 1100 Wien, Hintere Südbahnstraße!"
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Der
ursprüngliche Platz im 23. Bezirk in der Brunner Straße war optimal
und dem Organisationsteam seit November 2004 versprochen. Doch drei Wochen vor
dem Event meldete die ÖBB Eigenbedarf an. Zu spät für die DuMiA,
den Club F.u.T. und den CMG-Vienna, um auf die Schnelle einen geeigneten Ersatzplatz
aufzutreiben. Also bleibt ihnen nichts anderes übrig, als die Clubcontainer
der DuMiAs für das Treffen zu rüsten und die Hintere Südbahnstraße
zum Festplatz zu erklären. Die wenigen Anrainer sind tolerant ....
Der Wetterbericht verheißt nichts Gutes für das 1. Juli-Wochenende,
doch entgegen den düsteren Prophezeiungen der Wetterfrösche reißt
am Samstag Nachmittag die Wolkendecke auf und die Sonne bricht durch. Gegen 18
Uhr ist am Platz bereits einiges los. Beim Begrüßungsstamperl gedenken
wir dem Einen, der dort im 23. Bezirk am Platz Posten bezogen hat, um diejenigen
umzuleiten, die noch nicht vom neuen Veranstaltungsort erfahren haben. Dann müssen
wir die ca. 100 Meter lange Parade bereits parkender Motorräder abnehmen,
bevor wir die unsrigen abstellen können.
 
Am Platz vor den Clubcontainern wurlt es bald wie in einem Ameisenhaufen -
nur viel bunter. Viele Freebiker, farbenfroh bepatchte Jeanskutten und einige
MCs stellen sich ein und laben sich an den für ein Bikerfest außergewöhnlichen
kulinarischen Schmankerln. Die vielen Heurigentische sind bald bis nach hinten
zu den Motorrädern gefüllt.
In
der Garage geht die Live-Musik mit den "Cover Up" ab. Draußen
fahren sich Armin und der Weltmasta für die Stunt-Show warm. Leider wird
es nur eine verhältnismäßig kurze Darbietung. Wir wissen, die
beiden können mehr! Doch die vielen Menschen am Platz drängen immer
wieder zur Fahrbahnmitte, was es den beiden Motorrad-Artisten schwer macht, den
Sicherheitsabstand einzuhalten. Da auch Ermahnungen und die Bitten zurückzutreten
nichts nützen, qualmen die beiden schließlich Gelände und Zuseher
ein, gummieren den Beton und lassen die Reifen knallen.
 


Im Sonnenuntergang finden die Bikerspiele statt. Als Gegensatz zur Stunt-Show
ist für die Gäste "Langsamfahren" angesagt. Hier zeigt sich,
wer sein Motorrad auch bei fast gar keiner Geschwindigkeit beherrscht und am längsten
braucht, um die paar Meter zwischen den beiden rosa Strichen am Boden zu bewältigen.
Nach
den Pokalverleihungen für das schönste Motorrad, den am größten
angereisten Club und den am weitest angereisten Motorradfahrer zieht die Band
"Still Screaming" in die Garage ein. Ihr mitreißender Sound lässt
zu späterer Stunde sogar eine Rollstuhlfahrerin tanzen - und die Biker tanzen
mit ihr.
Draußen, wo es etwas ruhiger ist, sind alle vom Bezinplauder-Virus befallen.
Ein Fest, bei dem alle auf ihre Kosten kommen.
Auch bei der Mitternachtseinlage, denn die wurde im Doppelpack gebucht. Eleganz,
Anmut und perfekte Maße (sie für ihn) sowie wohltrainierte Muskeln
unter gebräunter, haar- und makelloser Haut (er für sie).
 
DuMiA,
Club F.u.T. und CMG haben ein perfektes Fest organisiert, welches nur durch den
Platzwechsel "in letzter Minute" nicht die gesamte Palette des geplanten
Angebots bieten konnte. Wer campieren wollte, musste improvisieren und sein Zelt
auf den kleinen freien Flächen zwischen den Fahrzeugen aufstellen. "Am
anderen Platz hätten wir Raum für 200 Zelte gehabt", erzählt
der Weltmasta, "aber es war beim besten Willen in der nahen Umgebung keine
Wiese zu finden, die nach den Regenfällen nicht zur Schlammgrube geworden
ist."
Den
Organisationskuchen haben sie sich unter den drei Clubs aufgeteilt, was bestens
funktioniert hat. Nächstes Jahr - soviel steht fest - soll es eine 2. Vienna
Bikenight geben - noch besser (mit Campingwiese!) und mit der Hoffnung der Organisatoren,
dass mehr Besucher aus den Bundesländern zum Festl in die große Stadt
kommen.
Uns hat's gefallen. Wir sind nächstes Jahr sicher wieder dabei!

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