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Als
Präsi Andi um 12:30 Uhr sein Bike auf den neu umgebauten Hauptplatz vor der
Kirche abstellte, reihte sich bereits ein zweites Motorrad hinter ihm an. Ein
3,5 Tonner mit bikerwelt.at-Aufklebern und Rudi himself am Steuer blinkte schon
zum Abbiegen. First Lady mit dem Familienvan vollgefüllt mit erfrischenden
Getränken nahm am Straßenrand Aufstellung. Wir wollten nicht, dass
uns einige bei der brütenden Hitze umfallen. Als die Clubfahne über
dem Eingang des Kirchenvorhofes angebracht wurde, fuhren wieder einige Bikes vor.
Kurz darauf kamen auch die Echt'n mit den eingeteilten Lotsen, die wir auch zum
Schlichten brauchten, denn in immer kürzeren Abständen kamen Bikes von
Nord und Süd. Vize Woifal und Präsi Andi hatten alle Hände voll
zu tun, denn wie es bei den Schwechatern üblich ist, wird jeder mit Handschlag
begrüßt. Sollte uns doch der eine oder die andere durchgerutscht sein,
dies bitte zu entschuldigen.

Kurz vor 14:00 Uhr kam auch Pfarrer Gerald, Ehrenmitglied der Echt'n und stellte
noch schnell sein Bike zu den anderen. Geissi hatte den Auftrag die Fahrzeuge
zu zählen, was dieses Jahr mit dem neuen Muster am Boden ziemlich leicht
war, denn eingelassene dunkle Steine sorgten für eine vertikale Linie zum
Hauptplatz selbst und somit zu einer idealen Bodenmarkierung.
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Begrüßung
Der Pfarrer rief alle zusammen - Lautsprecheranlage sei Dank - und Präsi
Andi begrüßte alle anwesenden Biker und Bikerinnen, MC's, MRC's, MFG's
sowie Freunde, Free Biker und den Nachwuchs mit den fünf Mopeds. Sollte es
zu regnen beginnen, ist der Vizepräsident Woifal alias "Rain-I"
schuld daran, denn immer wenn er mit ist, regnet es und daher auch sein Name.
Er stellte noch die Protagonisten für die Segnung kurz vor: Pfarrer Gerald,
Fürbittenleserinnen Renate alias "Navi" und Dani von den Benzina,
die erst am Mittwoch die A-Prüfung bestanden hatte und schon mit dem eigenen
Bike da war. Für die richtige Haltung des Weihwasserkelchs sorgte Papa Strauss.
Präsi vergaß nicht zu erwähnen, wie wichtig Schutzkleidung beim
Zweiradfahren ist und bat kurz inne zu halten, um an alle Freunde zu denken, die
heute nicht hier sein können, weil sie viel zu früh abberufen wurden.
"Wir vergessen unsere verstorbenen Freunde nicht, denn gestorben sind nur
jene, die vergessen werden!"
Segnung
Nach der Gedenkminute gab er das Mikro an Pfarrer Gerald weiter, der wie immer
mit seiner
Predigt ergreifende Worte fand. Gerald ist einer, der sich sehr wohl überlegt
mit wem er spricht. Er hat auch immer gute Vergleiche zur Hand.
"Den richtigen Weg auf der Straße, wie auch im Leben finden"
war die Hauptrichtung der Predigt von Pfarrer Gerald Gump - vom Biblischen Psalm
25 angeregt und anhand einer Motorrad-Straßenkarte ausgeführt. "Ähnlich
wie die Landkarte für die Straße Orientierung gibt, braucht's auch
im Leben Orientierungspunkte, die wir uns nicht selbst geben können! Der
Segen soll erinnern und spürbar machen, dass wir Ja zu einem Gott sagen,
der uns durchs Leben begleitet und leitet!" Deutlich grenzte er sich
aber von manch magischem Verständnis ab, das vielleicht von manchen in den
Segen hineininterpretiert werden könnte: "Ein arabisches Sprichwort
sagt: Vertrau auf Gott, aber vergiss nicht, dein Kamel anzubinden! Mit dem Segen
hat keiner einen Freibrief für menschliche Dummheiten - davor schützt
auch kein Zaubersegen'!" Und dann noch etwas deftiger: "Wer
fahrt wia a g'sengte Sau, braucht keinen Segen, sondern einen Organspenderausweis!"
Während der Predigt zogen bedrohliche Wolken aus Westen heran.
Anschließend wurde jedes Motorrad - und auch der Bikerwelt-Bus - einzeln
durch Pfarrer Gerald gesegnet. Genau in diesem Moment begann auch kurzer, gewitterartiger
Regen. "Und wen das Weihwasser nicht erwischt hat, für den ist heute
der Chef persönlich eingesprungen!" kommentierte Gump danach das "gute
Timing" schmunzelnd. Fürbitten und Vater unser rundeten das Segensfest
ab. Diesmal sprachen die Anwesenden bei den einzelnen Fürbitten nicht einfach
ein "Wir bitten Dich, erhöre uns!", sondern sie machten sich jede
einzelne Fürbitte durch ein ohrenbetäubendes Hupkonzert zu eigen. "Das
kann Gott ja gar nicht überhören!" - meinte Gump dazu.
Gemütlich danach
Anschließend führte Vize "Rain-I" die Biker quer durch Schwechat
zum Pfarrzentrum Zirkelweg. Für die Straßensperren sorgte die Polizei
Schwechat und die Echt'n selbst, während andere Mitglieder des MRC Schwechat
den direkten Weg nahmen und den Griller anheizten, der wegen des Regens schnell
unter einen Baum und die Tische vom Freien ins Innere getragen wurden.
Bons für Alles gabs zu 50 Cent. Die Echt'n hatten an alles gedacht: Bier,
Wein, Limo und sogar kohlensäurefreie Getränke sowie Kaffee und selbstgebackene
Kuchen, Torten und Strudel sorgten für das leibliche Wohl der Gäste.
Nicht zu vergessen die Käsekrainer, Bratwürste und Erdäpfelspeutel
(Anm. d. Bikerwelt für unsere Leser aus dem Ausland: Wedges).
Die Echt'n bedanken sich bei allen Anwesenden und hoffen, dass alle gut heimgekommen
sind.
Noch viel mehr Fotos auf www.die-echtn.at
Fotos: Rudi, Die Echt'n

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