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Das
ändert sich, als nach und nach Biker eintreffen - vorwiegend auf Fahrzeugen
ohne Topcase, eher mit dem Schlafsack hinten aufgebunden. Die vorherrschende Bekleidungsfarbe
der Fahrer ist schwarz und das Material Leder, welches die unzähligen verschiedenen
Colours und die dicken Gürtelschnallen besser zur Geltung bringt.
Das
bärige Aussehen somancher Gäste paßt so gar nicht zur gepflegten
Umgebung des Eingangsbereiches des Clubgeländes. Dort steht auf der Grünfläche
Grashalm neben Grashalm militärisch stramm und das Clubhaus erstrahlt in
sauberem Weiß. Im hinteren Bereich wird's schon lässiger. Das Buffet
befindet sich noch im Aufbau, aber man kann sich schon vorstellen, daß es
super aussehen wird, wenn es fertig ist.
Biegt man zuerst rechts, dann links ab, gelangt man auf einen staubigen Schotterplatz,
der dem Motto des Festls schon besser entspricht. Ein Platz fürs Lagerfeuer,
zwei Sonnendächer, unter welchen sich die schwarzen Ritter der Landstraße
einfinden, um gemeinsam Speis' und Trank zu sich zu nehmen.
Gerade
bei der Speis' haben sich die Crusader einige Schmankerln einfallen lassen. Neben
den bei Bikerfesten der gemütlichen Art obligatorischen Grillwürstel
und der Gulaschsuppe gibt es auch noch Grill-Kotelettes, Pußta-Spieße
und - man höre und staune - frisch gebrutzelte Schoko-Nuß-Palatschinken!
Hinten,
in der großen Halle, befinden sich der Getränkeausschank, die Bühne
sowie mehr und mehr die inzwischen eingetroffene illustre Gesellschaft. Rockmusik
aus der Dose untermalt die Szene.
Gegen 16 Uhr wird zur gemeinsamen Ausfahrt gerufen. Es können sich aber nur
wenige überwinden, bei der vom Himmel knallenden Sonne in die Lederjacken
zu schlüpfen, um auf einer kleinen Runde die Gegend zu genießen.
Einen Badesee gibt es nicht - doch den Crusaders mangelt es nicht an Ideen. Eine
aus Planen und Bohlen wild zusammengezimmerte "Badewanne", gefüllt
aus dem Gartenschlauch, sorgt genausogut für äußerlich flüssig
eingesetzte Abkühlung. Auch der künstliche Badeteich wird - wie man
sieht - begeistert in Anspruch genommen.


Zur Kühlung der inneren Organe werden andere Flüssigkeiten eingesetzt.
In der Halle und vor dem Buffet ist es nun ziemlich voll, denn inzwischen sind
auch jene zurückgekehrt, die sich aus dem Schatten gewagt und an der Ausfahrt
teilgenommen haben.
Als zur Stunt-Show gerufen wird, für die sich alle "zur Brücke"
begeben sollen, hält es keinen auf seinem Platz. Wir sollen uns rechts und
links der Straße aufstellen. Der Bursch auf der flotten Suzuki, der sich
dort warmfährt, läßt uns schon ahnen, was da kommen könnte.
Aber
noch ist es nicht soweit. Einige Autofahrer dürfen noch passieren, bevor
die Straße abgesperrt wird. Wir sehen es ihren Gesichtern an, daß
ihnen mulmig zumute ist, und die Angst läßt ihre Augen groß werden,
denn sie müssen durch ein dichtes Spalier von oft wild aussehenden Männern
in Schwarz durch, vor denen sie ihre Eltern immer gewarnt haben.
Endlich geht's los. Immer wieder nagelt der Suzuki-Mann an uns vorbei, mal verkehrt
herum am Radl sitzend, des öfteren am Hinterreifen, als sein eigener Sozius
oder auch am Tank stehend. Zum Abschluß setzt er noch seine Unterschrift
- einen wunderschönen schwarzen Kreis - auf den Asphalt.
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Während
der Show hat es zu tröpfeln begonnen. Als sie endet, hat sich das Tröpfeln
zum Regen gewandelt. Petrus hält den Platzregen aber so lange zurück,
bis sich die meisten wieder am Gelände eingefunden haben. Der Schauer erfrischt
und tut der guten Stimmung keinen Abbruch.
Drüben in der Halle rüstet man sich für die Abendveranstaltung,
bei der es wohl keine Probleme gibt, wenn es laut wird, denn das Gelände
liegt im Industriegebiet. Wir nutzen das Loch zwischen zwei Gewitterwolken, um
nach Hause zu fahren.
"Wir freuen uns über neue Gäste und Bekanntschaften, welche wir
in drei gemütlichen Tagen bei den IRON DAYS kennen lernen wollen", stand
auf der Homepage der Crusader. Sie haben Wort gehalten. Auch wenn man kein Patch
am Rücken trägt, ist man bei ihnen herzlich willkommen.

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