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Seit
dem Jahr 2000 veranstalten die Black Bisons alljährlich ein Bikertreffen.
Nach fünf erfolgreichen Events könnte man glauben, die schwarze Herde
hätte ihr Erfolgsrezept gefunden und fährt ihre Schiene. Doch dem ist
nicht so. Sie tüfteln jedes Jahr bis ins Detail weiter, um ihr Festl noch
besser zu gestalten.
Auf unserem ersten Spaziergang über das Gelände fällt uns schon
einiges auf. Die Standler wurden auf den großen Parkplatz neben dem Eingang
zum Clubgelände verlegt. Dort sieht sie jeder und sie behindern nicht die
Engstelle nach der Zufahrt zum Clubhaus. Zusätzlich neu auf der Speisekarte:
Leberkäs- und Fleischlaberlsemmel, eine wohltuende Abwechslung zur Käsekrainer.
Die Auswahl am Kuchenbuffet fällt immer schwerer. Das Sortiment wurde wieder
erweitert. Und alles aus hauseigener Produktion!
Die
große Wiese hinter dem Clubhaus ist bereits am Nachmittag gefüllt.
Die Zelte stehen so dicht gedrängt, dazwischen Motorräder, dass da und
dort schon kein Durchkommen mehr ist. Jene, die später ankommen, suchen sich
für ihre Stoffunterkunft ein Plätzchen auf dem Acker vor dem Clubgelände,
irgendwo am Rand oder zwischen den Motorrädern. Die Bisons überlegen,
für's nächste Jahr Gelände dazuzunehmen ...

Auf
dem Parkplatz vor dem Clubgelände, der ursprünglich den Nicht-Nächtigern
vorbehalten sein sollte, aber auch hinter dem Clubhaus auf der Campingwiese reihen
sich die einspurigen Beauties in Glanz und Grazie. Die Details genießend,
nehmen wir die Parade ab. Umbauten in allen Stilrichtungen, aber auch würdig
gepflegte Oldtimer und passabel hergerichtete Tourer.
Dann
der Wiedererkennungseffekt: das "alte Flammerl", einst von Tjaky geritten,
dann abgelöst von der Deauville und verkauft, findet sich unter den Gastmotorrädern.
Die Freude ist groß, das treue Reittier (nun ohne Flammen) samt neuer Besitzerin
auf einem Bikerfest wiederzutreffen.
Gegen 17 Uhr ein kurzer Aufruf zur gemeinsamen Ausfahrt, dem trotz Affenhitze
viele folgen.

Als nächstes steht die Phonmessung am Programm, die ebenfalls regen Zuspruch
findet und bei der sich das eine oder andere Motorrad, sehr zum Missfallen der
Jury, die alles schlucken darf, von seinen Rußpartikelablagerungen freihustet.
 
Als
die Sonne sinkt und die "Cover Up" die Dosenmusik ablöst, kommt
auch einiges nicht einspurig motorisiertes Volk aus St. Andrä und Umgebung
auf den Platz. Dennoch mutiert die Veranstaltung nicht zum Volksfest. Die Biker
bleiben eindeutig in der Überzahl und beherrschen stark überlegen das
Bild am Platz.
Später greift die Band "Solitude" in die Instrumente. Für
uns wird es Zeit, die Heimfahrt anzutreten. Als wir uns Richtung Wien bewegen,
kommen uns immer noch Gruppen von Motorradfahrern entgegen, die wohl das Bikerfest
der Black Bisons als Ziel haben.
 
Einmal mehr bescherten uns die Black Bisons einen wunderschönen
Tag. Durch ihren tollen Einsatz und die tatkräftige Unterstützung durch
ihre Familienmitglieder bis hin zu den kleinen Bisons, haben sie es einmal mehr
geschafft, ein gemütliches und gut durchorganisertes Fest auf die Beine zu
stellen, das offensichtlich auch bei anderen Besuchern immer beliebter wird und
immer mehr zum längeren Verweilen (mit Zelt) verführt.

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