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Am
28. März 2007 wurde in der "Bühne im Hof" abends um 19:00
Uhr in der Landeshauptstadt St. Pölten der Löwenherz-Preis 2007 verliehen.
Ernstl Graft und sein Projekt "TOY-RUN / Biker für Kinder" erhielten
diesen Preis in der Kategorie "Nachhaltigkeit".
In ihrer Rede anläßlich des Startschusses für die Preis-Nominierungen
des Jahres 2007 erläutert die Landeshauptmannstellvertreterin Heidemaria
Onodi, was ein Löwenherz überhaupt auszeichnet: "Ein Löwenherz
schlägt oft in der Wüste. In der Wüste der Gedankenlosigkeit, Hartherzigkeit,
Ahnungslosigkeit und sozialen Dürre. Ein Löwenherz kann, wenn es notwendig
ist, seine Stimme in dieser Wüste lautstark erheben. Ein Löwenherz,
noch genauer gesagt, das Herz der Löwen/innen, ist stark, es ist nicht egoistisch,
sondern es schlägt für Solidarität."
Onodi betonte, dass viele Niederösterreicher/nnen im Verborgenen Beeindruckendes
leisten, mit dem Löwenherz-Preis soll ihnen auch in der Öffentlichkeit
mehr Aufmerksamkeit gegeben werden. Mit dem Preis, sei es ihre Absicht aufzuzeigen,
wieviele Menschen sich ehrenamtlich engagieren und das Leid anderer Menschen aktiv
bekämpfen.
In drei Kategorien - für Soziales, - für Nachhaltigkeit, - für
Innovation, wurden je drei Projekte ausgesucht, deren Handeln und Engagement mit
dieser Auszeichnung belohnt werden. Die Preise waren mit insgesamt 22.500 Euro
dotiert. Die 12köpfige Jury setzte sich aus Managern, Politikern, Theologen,
Sportlern und Journalisten zusammen.
Die
Laudatio wurde von Bundesminister für soziale Sicherheit, Generationen u.
Konsumenschutz, Dr. Erwin Buchinger, selbst Motorrad-Fahrer, gehalten.
Mutiges Handeln im Sozialbereich wird stets entlohnt - wenn auch nicht immer
finanziell: "Das Lachen und die Freude der Kinder" steht an erster Stelle
der Antworten auf die Frage, warum jemand bei der TOY-RUN mithilft, mitorganisiert
oder mitfährt. Rund um die markenunabhängige Motorrad-Benefizfahrt setzen
Graft und seine "Gelbjacken" das ganze Jahr hindurch zahlreiche Aktivitäten,
die stets nur ein Ziel haben: Kindern aus Sozialeinrichtungen unbeschwerte Stunden
zu ermöglichen - und das schon seit 15 Jahren, werbe- und sponsorfrei.
Dass das Preisgeld lange auf dem Konto der Biker liegen wird, kann Ernstl ausschließen:
"Wir haben vor wenigen Wochen den Startschuss für eine neue Initiative
gegeben: Bei einem Kreativwettbewerb sollen Kinder aus insgesamt 54 Kinder- und
Jugendheimen ein Motorrad-Modell aus Pappmaché herstellen. Damit beim gemeinsamen
Basteln möglichst viele Kinder mitarbeiten können, ist als Mindestgröße
ein Meter Länge Bedingung."
Die Kunstwerke werden auf Österreichs größter Motorradmesse, der
"Bike 2008", von einer Fach-Jury aus Vertretern der Motorradimporteure,
Medien und bikender Prominenz prämiert. Darüber hinaus werden die rund
40.000 Messe-Besucher die ausgestellten Projekte in einer Publikums-Wertung beurteilen.
Insgesamt werden 2350 Euro auf die fünf Erstplatzierten aufgeteilt, wobei
das Geld - wie bei der TOY-RUN - üblich ausschließlich für Freizeit-Aktivitäten
der Kinder und Jugendlichen verwendet werden darf, z.B. für Ausflüge,
Eis-Essen, Kino-Karten oder andere Vergnügungen, die vom Budget der Heime
sonst nicht finanziert werden können.
Zusätzlich wird die Siegermannschaft im August 2008 zu einem Tagesauflug
nach Wien eingeladen. Die Kinder und/oder Jugendlichen und deren Betreuer verbringen
gemeinsam mit den Bikern der TOY-RUN den ganzen Tag im Wiener Wurstelprater. Die
An- und Abreise per Autobus, der Besuch zahlreicher Attraktionen sowie die Verpflegung
sind natürlich ebenfalls Teil des Gewinner-Preises.

Ernstl hielt, nachdem er als letzter der neun zu Ehrenden auf die Bühne
geholt wurde, ein ca. 10 Minütige Rede, stellvertretend als Dank für
alle Teilnehmer. Wer Ernstl kennt, weiß dass sein Mundwerk und seine Formulierungen
bei Reden immer "etwas anders" sind als erwartet. So wurde sein Vortrag,
den er als Zwiegespräch zwischen der Löwenherz-Statue und sich selbst
gestaltete, zum großen Aha-Effekt für Politiker undPresse. Die Biker
& die TOY-RUN haben an diesem Abend erneut NACHHALTIG Eindruck hinterlassen!
Für
Ernstl war der Tag ein doppelt schöner. Im Bereich "Soziales" gewann
Brigitte Podsedensek für ihr Engagement bei der Betreuung jugendlicher
Suchtkranker im Grünen Kreis. Vor einigen Jahrzehnten übernahm
sie als Volksschullehrerin ihre erste Klasse. In dieser saß damals der kleine
Ernstl, der bei ihr lesen, schreiben und rechnen lernte. Die Wiedersehensfreude
nach all den Jahren war groß.
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