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Einst stellte jemand in einem Forum die
Frage: "Sind Motorradstiefel notwendig oder nur Angeberei?"
Eine unter vielen (weniger sinnvollen) Antworten: "Der Stiefel schützt
vor Verletzungen. Schon dann, wenn dir das Motorrad 'nur' im Stehen kippt und
auf deinem Fuß liegenbleibt."
Da mir das mit der TZR125 bereits passiert ist - die 130 kg hat mein Knöchel
in hohen Schuhen gerade noch verkraftet - legte ich mir bald darauf Stiefel zu.
Rudi ging es auf einer Griechenlandreise ähnlich: Ausrutscher in Igoumenitsa
mit Sportschuhen, Heimreise mit gebrochenem Knöchel. War wahrlich nicht angenehm!
Auch er legte sich Stiefel zu.
Je höher der Stiefel, umso mehr Schutz. Der Schaft sollte einen Schienbeinschutz
eingearbeitet haben. Die Schuhspitzen sollten verstärkt sein. (Der normale
Winterstiefel ist also kein ausreichender Ersatz für einen Motorradstiefel.)
Apropos Winter: Beim Kauf solltest du überlegen, ob du den Stiefel Sommer
und Winter tragen willst. Wenn ja, eine Nummer größer nehmen und dicke
Socken einplanen.
Vielfahrer werde sicher bald zwei Paar Stiefel besitzen: leichtere Sommerstiefel
und ev. sogar dick gefütterte Winterstiefel.
Der
Reißverschluß
... sollte auf alle Fälle nicht frei liegen, sondern mit einer Lasche überdeckt
sein, damit bei Regen kein Wasser eindringt.
Hinten, innen oder außen - das ist die Frage!
Innenliegende Reißverschlüsse haben den Nachteil, daß man mit
dem Überwurf am Motorrad hängenbleiben kann und sich diesen auf- oder
abreißt.
Belüftung
Belüftungen
sind im Sommer eine feine Sache, wenn ein bißchen Fahrtwind ins Stiefelinnere
dringt. Leider hat das System bei Regen den Nachteil, daß dann Wasser eindringt
und im Herbst/Winter unerwünscht kühle Luft.
Stiefel + Hose
Beim Kauf ist zu überlegen, ob du die Hose im Stiefel oder über den
Schaft tragen willst. Manche Stiefel haben Laschen, mit denen man die Weite des
Schaftes regulieren kann, was eine optimale Anpassung für beide Varianten
garantiert (und auch Menschen mit dicken Wadeln freut).
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