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Neben Helm und Handschuhen ist der Nierengurt das dritte Kleidungsstück,
das für Biker heute schon zur Standardausrüstung gehört, denn die
Nierenpartie ist während der Fahrt einer ständigen Zugluft ausgesetzt.
Bleibende Schäden können die Folge sein, wenn er nicht angelegt wird.
Nierengurte gibt es in allen möglichen Farben, Formen, Materialien und Varianten.
Manche haben den Fehler, daß sie zwar bei aufrechter Haltung im Stehen toll
sitzen und auch wunderbar den Bierbauch kaschieren, neigt man sich aber vor, schmiegen
sie sich aufgrund ihrer Steifheit nicht mehr an den Rücken. Es bildet sich
eine Falte, durch die es erst wieder auf's Kreuz zieht.
Schlecht sind auch "wandernde" Nierengurte, die bei Körperbewegungen
nach oben rutschen.
Es bleibt dir also nicht erspart, daß du im Geschäft bei der Anprobe
ein paar Turnübungen machst, willst du nicht in ein Teil investieren, das
in der Praxis nicht entspricht.
RÜCKENPROTEKTOREN
Zum Thema befragten wir Robert von den "Viechern". Bei seinem schweren
Unfall -

- wo er von einem Linksabbieger abgeschossen wurde, weil dieser glaubte, "es
geht sich eh aus", wären die Unfallfolgen weitaus schlimmer gewesen,
wäre er nicht als Schildkröte unterwegs gewesen. Er hat den wirkungsvollen
Schutz des Rückenprotektors erlebt und sagt: "Keinen Meter mehr ...
was sag ich ... KEINEN ZENTIMETER MEHR MOTORRAD FAHREN OHNE RÜCKENPROTEKTOR!"
Bei einem Sturz ist ein Rückenprotektor also eine feine Sache, dämpft
er doch den Aufprall und schützt er vor (ärgeren) Verletzungen. Bei
einem Sturz in der Stadt ist immer irgendwo ein Bordstein in der Nähe, ein
parkendes Auto oder gar der Unfallgegner, auf oder über den der Körper
des Motorradfahrers geschleudert wird. In freier Natur bremsen Bäume, Steine
oder Leitschienen.
Nachteile: Im Sommer ist er warm (daran gewöhnt man sich allerdings) und
neben Helm und Handschuhen ist er ein weiteres unhandliches Stück, das man
mit sich herumschleppen muß.
Rückenprotektoren für Straßenfahrer gibt es als bewegliche Glieder
in festem Kunststoff oder als Gummimatte mit Lamellen, die aussieht, als wäre
sie aus einem Fußabstreifer geschnitten. Sie soll im Gegensatz zum harten
Kunststoff beim Sturz den Aufprall besser abfedern. In der von uns verwendeten
Ausführung ist der Nierengurt darauf aufgenäht und zwei Bänder,
die man zwischen den Beinen durchzieht und vorne befestigt, sollen verhindern,
daß das Teil während der Fahrt nach oben rutscht.
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